Charlie Sheen: ruckzuck zum Twitter-Millionär

Der Schauspieler Charlie Sheen, Star der Sitcom "Two and a Half Men", ist derzeit wohl die meist diskutierte Skandal-Nudel des US-Showbiz. Diesen Ruf hat er Wutausbrüchen gegenüber der Filmcrew und Sex-Eskapaden zu verdanken. Und er ist der neue Shooting-Star bei Twitter. Innerhalb von nur 24 Stunden stieg die Zahl seiner Follower von Null auf über eine Million. Dabei geholfen hat ihm eine Spezial-Agentur, die sich um Social-Media-Aktivitäten von Prominenten kümmert.

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Im US-Marketing-Fachblatt Ad Age wurde der CEO der Agentur, Ad.ly, Arnie Gullov-Singh, zu dem kometenhaften Aufstieg Charlie Sheens bei Twitter befragt. Demnach hat sich Sheens Management an die Agentur gewandt, um bei der Einrichtung des Twitter-Accounts zu helfen. Ad.ly besorgte den Twitter-Account-Namen @charliesheen, der bereits vergeben war, und stellte den Kontakt zu Twitter her. Bei Twitter ist man mittlerweile davon abgekommen, offizielle Accounts zu verifizieren, da es schlicht zu viele Anfragen gibt. Für Sheen machte man aber eine Ausnahme. So wurde der Account @charliesheen in Rekordzeit gesichert und von Twitter verifiziert.

Sheen selbst wurde dann von Ad.ly fit für Twitter gemacht. Man habe ihm empfohlen, Hashtags zu nutzen und Fotos einzustellen, sowie den Link-Verkürzer Bit.ly zu nehmen. Charlie Sheen erwies sich als gelehriger Schüler. Schnell etablierte er auf seinem Twitter-Konto Hashtags wie #Tigerblood oder #Winning. Das Tigerblut ist eine Anspielung auf ein ABC-Interview, in dem Sheen seine Ausfälle und Skandale rechtfertigte: “I got tiger blood, man!” Mit #Winning will er seine nach seiner Wahrnehmung zahlreichen Triumphe etikettieren. In den USA wurden beide Begriffe schnell zu geflügelten Worten.

So wurden bei einem Sportereignis Hot Dogs als Daily Deal “Charlie Dogs” mit “Tigerblood” angepriesen. Das Hashtag #Winning durfte auf der Tafel nicht fehlen. Charlie Sheen hat das gesehen, fotografiert und in seinen Twitter-Feed eingestellt. Social Media wie aus dem Lehrbuch. Vor allem weil es augenscheinlich wirklich der echte Charlie Sheen ist, der da durch die Lande marschiert, fotografiert und twittert.

Die Firma Ad.ly, die Sheen bei seinen Twittereien an die Hand genommen hat, vermarktet Twitter- und Facebook-Präsenzen von Promis wie Paris Hilton, Kim Kardashian oder dem Rapper Snoop Dogg. Ob sich für Hollywoods Enfant terrible Charlie Sheen auch Anzeigenkunden finden werden, bleibt abzuwarten. Vielleicht hat ja ein Hot-Dog-Hersteller Interesse an den Charlie-Dogs mit Tigerblood.

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