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Die Startups zeigen, wo gespielt wird

Bigpoint vermarktet künftig die Online-Spiele von Electronic Arts, die der amerikanische Publisher bislang nur auf seiner Webseite Free4Play anbietet. Diese Partnerschaft zeigt, wo es in der Branche hingeht: EA, sinkender Stern im Box-Markt, hat seit Jahren mit Verlusten zu kämpfen. Dagegen steht einer der Marktführer unter den Browsergames-Entwicklern, der weltweit 177 Millionen registrierte Nutzer zählt. Die Branche befindet sich im Umbruch – die Startups zeigen, wo künftig gespielt wird.

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Bigpoint vermarktet künftig die Online-Spiele von Electronic Arts, die der amerikanische Publisher bislang nur auf seiner Webseite Free4Play anbietet. Diese Partnerschaft zeigt, wo es in der Branche hingeht: EA, sinkender Stern im Box-Markt, hat seit Jahren mit Verlusten zu kämpfen. Dagegen steht einer der Marktführer unter den Browsergames-Entwicklern, der weltweit 177 Millionen registrierte Nutzer zählt. Die Branche befindet sich im Umbruch – die Startups zeigen, wo künftig gespielt wird.

Electronic Arts entwickelt Spiele wie die Fußball-Reihe Fifa, The Sims oder Battlefield, die 50 bis 70 Euro im Handel kosten. Dieses Geschäftsmodell gerät zunehmend aufs Abstellgleis. Denn zum einen leidet es unter Raubkopierern. Zum anderen wird es von Browsergames-Betreibern wie Bigpoint überholt, die Spiele im Internet anbieten – kostenlos. Die Titel finanzieren sich über Minizahlungen für virtuelle Gegenstände, die einem Vorteil im Spiel bieten. Dass die Amerikaner jetzt mit dem Hamburger Startup zusammenarbeiten, macht eines deutlich: Sie haben den wichtigsten Trend der vergangenen Jahre verschlafen.
Bis 2015 wird das Geschäft mit Browserspielen laut dem US-Marktforschungsinstitut DFC Intelligence ein Volumen von rund 20 Milliarden Dollar erreichen. Für den gesamten Spiele-Markt erwarten die Forscher in den nächsten Jahren einen Umsatz von 70,1 Milliarden Dollar. 2009 lag er noch bei 60 Milliarden Dollar.

Electronic Arts ist noch immer der zweitgrößte börsennotierte Publisher der Welt, verdiente Milliarden im Spiele-Markt. Allein in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2011 fuhr der Konzern aber 427 Millionen Euro Verlust ein und musste tausende Stellen streichen. "Wir wollen ein Vorreiter im digitalen Vertrieb werden", erklärt der Publisher. Durch die Kooperation mit Bigpoint erhoffen sich die Amerikaner, von den rund 1.000 Medienpartnerschaften der Hamburger zu profitieren. Das von Heiko Hubertz geführte Unternehmen bietet seine Spiele unter anderem auf den Webseiten von Bild, ProSiebenSat.1, RTL und Web.de an. Dazu ist es in 180 Ländern aktiv.

Bigpoint ist nicht das einzige Unternehmen, das sich ein profitables Netzwerk aufgebaut hat. Als Paradebeispiel für erfolgreiches Online-Gaming gilt Zynga, Entwickler von FarmVille, CityVille und Mafia Wars. Via Facebook erreicht das Startup rund 275 Millionen User monatlich. Nach Angaben des Wall Street Journal soll es zehn Milliarden Dollar wert sein und im vergangenen Jahr 400 Millionen Dollar Gewinn gemacht haben. Bei solchen Zahlen stellt sich die Frage, wer überhaupt noch Vollpreisspiele braucht? Der klassische Box-Markt muss um sein Fortbestehen bangen.

Fraglich ist aber auch, ob es eine strikte Trennung zwischen Box- und Online-Spiel geben muss. Denn einer der erfolgreichsten Titel der vergangenen Jahre vermischt beide Genre: World of Warcraft.

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