Konstantin DuMont: von Sohn zu Sohn

Konstantin Neven DuMont ist wieder da! Er hat für die Wochenzeitung Der Freitag eine Besprechung des Walter-Kohl-Buchs “Leben oder gelebt werden” geschrieben. Der Schauspieler Christian Ulmen hat auch geschrieben, aber eine lustige Gegendarstellung an den Kölner Express über seine Beziehung zu seiner inzwischen Verlobten. Bei RTL in Köln sind manche sauer, dass die Party zur Weiberfastnacht abgeblasen wurde, und Google erweist sich in Sachen Guttenberg als treffsicherer Anzeigen-Platzierer.

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Konstantin Neven DuMont hat für Der Freitag eine lange Rezension des Buches “Leben oder gelebt werden” von Walter Kohl geschrieben. Im Buch beschreibt Walter Kohl sein Leben als Sohn des übermächtigen Vaters Helmut Kohl. Liest man Neven DuMonts Text, so muss man sich beherrschen, im Geiste den Namen Kohl nicht ständig durch DuMont zu ersetzen. Auch Konstantin Neven DuMont litt und leidet offenbar unter seinem dominierenden Vater, dem Verleger Alfred Neven DuMont. Auch zwischen den beiden DuMonts gibt es einen Bruch. Es scheint so, als schreibe hier ein verlorener Sohn über das Buch eines anderen verlorenen Sohns.

Ein Text ganz anderer Art wurde diese Woche in der bei DuMont erscheinenden Boulevardzeitung Express abgedruckt. Der Schauspieler Christian Ulmen setzte eine Gegendarstellung durch, die seine Beziehung zur Moderatorin Collien Fernandes betrifft. In der Gegendarstellung heißt es: “Weiter schreiben Sie: ’Ich war lange nicht mehr so glücklich, noch nie‘, strahlte Ulmen im Gespräch mit Express. …Ulmen im Liebesrausch: ‚Wir genießen es, frisch verliebt zu sein. Mal sehen, wie lange das anhält.’’ Hierzu stelle ich fest: Ich habe die Äußerung weder gegenüber dem Express noch sonst wie getätigt.” Nun zogen sich die juristischen Verhandlungen über die Veröffentlichung der Gegendarstellung so lange hin, dass Ulmen mittlerweile mit Collien Fernandes verlobt ist. Der Express lässt es sich nicht nehmen, unter der Gegendarstellung zu gratulieren.

Bleiben wir im jecken Köln. Am 3. März ist Weiberfastnacht in der Domstadt und das bedeutet dort: Ausnahmezustand. Nur bei RTL in Köln wird an Weiberfastnacht mehr oder weniger janz normal jearbeitet. Die große Weiberfastnachtsparty von RTL wurde jedenfalls für dieses Jahr gestrichen. “Bau- und sicherheitstechnische Gründe” würden dagegen sprechen, teilte der Sender mit. Aber die Mitarbeiter sollen sich nicht grämen – der Sender hat bereits eine große Weihnachtsfeier geschmissen und ein großes Sommerfest auf RTL-Kosten gibt’s auch noch.

Google-Anzeigen werden auch von etablierten Medien im Internet gerne mitgenommen. Man schimpft zwar öffentlich hin und wieder gegen den Such-Giganten, aber den einen oder anderen Cent für eine Google-Textanzeige lässt man trotzdem ungern liegen. So hält es auch Focus Online. Dabei zeigt Google hin und wieder, wie gut das Anpassen der Anzeigen an die umgebenden Inhalte funktioniert. So berichtete Focus Online darüber, dass der Nachfolger von Karl Theodor zu Guttenbergs Doktorvater den Verteidigungsminister mittlerweile einen Betrüger nennt. Und welche Textanzeige platziert Google schlau in den Artikel? Eine Werbung für ehrendoktorwürde.de – “unkompliziert zum begehrten Titel”. Werbung mit echtem Nutzwert. (gefunden im Twitter-Feed von @sixtus)
 

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