Daniel Brühls „Der ganz große Traum“ floppt

Nachdem in der vorigen Woche bereits die "Dschungelkind"-Verfilmung an den Kinokassen durchgefallen war, ging es nun dem nächsten deutschen Film an den Kragen: Der Fußballfilm "Der ganz große Traum" mit Daniel Brühl lockte an seinem Startwochenende nur 50.000 Leute in die fast 300 Kinos - ein für einen Neustart unbefriedigender Kopienschnitt von ca. 170. An der Spitze bleibt ein weiteres Mal Til Schweigers "Kokowääh", in den USA sprang Disneys "Gnomeo und Julia" auf den ersten Platz.

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350.000 weitere Leute wollten "Kokowääh" laut Blickpunkt:Film in den vergangenen vier Tagen sehen, damit liegt die Komödie inzwischen bei einer Zuschauerzahl von mehr als 3 Millionen. Zur Erinnerung: Die letzte deutsche Produktion, die das schaffte, kam ebenfalls von Til Schweiger: "Zweiohrküken" kam Ende 2009, Anfang 2010 sogar auf mehr als 4 Mio. Besucher – eine Leistung, die "Kokowääh" auch noch gelingen könnte. Platz 2 der deutschen Wochenendcharts geht diesmal an die Komödie "Meine erfundene Frau" mit Adam Sandler und Jennifer Aniston, die immerhin 280.000 Leute interessierte.

Oscar-Gewinner "The King’s Speech" kam am Oscar-Wochenende in Deutschland auf 205.000 Zuschauer, belegt damit Platz 3, dürfte aber nach dem Awards-Triumph am kommenden Wochenende noch einmal zulegen. Der große Oscar-Verlierer "True Grit" der Coen-Brüder kam zur Premiere auf 200.000 Zuschauer und stieg damit auf Rang 4 ein. Das hätte sicher auch die Macher von "Der ganz große Traum" gefreut, doch der deutsche Film landete weit dahinter auf Rang 10 oder 11. Selbst Wim Wenders‘ "Pina", in nur knapp 70 Kinos gestartet, kam auf dieselbe Zuschauerzahl wie der Daniel-Brühl-Film – für "Pina" sind die 50.000 Zuschauer und der Kopienschnitt von ca. 700 damit ein toller Erfolg.

In Nordamerika sprang unterdessen Disneys "Gnomeo und Julia" auf den ersten Platz. An seinem dritten Wochenende spielte der Animationsfilm 14,2 Mio. US-Dollar ein – mehr als der stärkste Neustart "Alles erlaubt – Eine Woche ohne Regeln" (13,4 Mio.) und die Nummer 1 der Vorwoche, "Unknown Identity" (12,4 Mio.). Nur ein weiterer Neustart, Actionkracher "Drive Angry 3D", schaffte den Sprung in die Top Ten, landete damit aber hinter "The King’s Speech", der als Oscar-Favorit noch einmal zulegte und weitere 7,6 Mio. US-Dollar umsetzte.

"Black Swan" führt mit Oscar-Gewinnerin Natalie Portan unterdessen weiterhin die internationalen Kinocharts an. 17 Mio. US-Dollar spielte der Film laut The Hollywood Reporter diesmal in 45 Ländern außerhalb Nordamerikas ein. Hinter dem Sci-Fi-Film "Ich bin Nummer 4", der auf 16,3 Mio. US-Dollar kam und in Deutschland erst am 17. März startet, folgen weitere Oscar-nominierte Filme. So spielte "True Grit" auf dem dritten Rang 13,5 Mio. ein und "The King’s Speech" kam auf 12,0 Mio. und Platz 4.

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