ver.di: Resolution gegen dapd-Dumpinglöhne

Die Deligiertenkonferenz der Medienschaffenden in ver.di hat am Sonntag in Berlin eine Resolution bezüglich der dapd-Dumpinglöhne verabschiedet. Darin heißt es unter anderem: “Für diese Honorare lassen sich keine Meldungen schreiben, die den journalistischen Qualitätsstandards genügen.“ Die Gewerkschaft fordert dapd-Kunden dazu auf, sich für eine angemessene Bezahlung der Agentur-Mitarbeiter einzusetzen.

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Am 18. Februar hatte die dapd in einem Rundschreiben an ihre freien Autoren im Rahmen einer „Harmonisierung der Honorarsätze“ kundgetan, dass ab dem 1. März neue Pauschalhonorare eingeführt werden sollen.  Für die Standardmeldung sollen Freie demnach nur noch fünf bis 18 Euro statt bisher etwa 25 Euro erhalten. Die Tagespauschale für bis zu acht Stunden Arbeit soll 77 Euro betragen. Dies bedeutet, dass journalistische Freiberufler nach Abzug von Sozialabgaben, Steuern und Betriebsaugaben gegebenenfalls für einen Stundensatz von unter zehn Euro arbeiten sollen.
"Für Recherche bleibt keine Zeit mehr. Die heute bei Agenturjournalisten schon sehr hohe Belastung steigt unter solchen Bedingungen ins Unermessliche. Wer mit diesen miserablen Honoraren überleben will, gerät noch mehr unter psychischen und sozialen Druck", teilte die Fachgruppe in ver.di mit. Sie fordert alle dapd-Kunden auf, sich gegen die Kürzungen einzusetzen.

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