Lierhaus-Gehalt sorgt für Abo-Kündigungen

450.000 Euro pro Jahr wird Monica Lierhaus für ihr Engagement bei "Ein Platz an der Sonne" verdienen. Bei Abonnenten der ARD-Fernsehlotterie sorgt die hohe Gage für Frust. "Wir verzeichnen eine Mehrzahl an Kündigungen", sagte Mario Czipull, Sprecher der Organisation, gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Die Zahl liege über dem Durchschnitt üblicher Abgänge. Wie viele Abonnenten bereits auf ein Dauerlos verzichtet haben, wollte er "mit Blick auf den Wettbewerb" nicht mitteilen.

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Czipull bestätigte, dass viele Abonnenten ihren Rückzug mit "den Beträgen begründen, die in der Öffentlichkeit diskutiert werden". Für "Ein Platz an der Sonne" wird die Ex-"Sportschau"-Moderatorin Lierhaus dienstags und donnerstags in der Reklame im Ersten zu sehen sein. Ab April wird sie sonntags die Bekanntgabe der Wochengewinner präsentieren. Ihr Honorar in Höhe von 450.000 Euro gelte in der Gewinnspielbranche jedoch nicht als ungewöhnlich, schreibt die HAZ. Es liege sogar unter dem ihres Vorgängers, Frank Elstner.
In einem offenbar standardisierten Antwortschreiben erklärt die Fernsehlotterie ihren Abonnenten: "Viele Menschen vergleichen ihre eigenen Bezüge mit den diskutierten Summen. Ein direkter Vergleich macht zunächst eine Schieflage deutlich, ist unseres Erachtens aber schwierig, weil sich Prominente, die zu Werbezwecken eingesetzt werden, immer in einem deutlich höheren Gehaltsgefüge bewegen." Die ARD will sich nach HAZ-Informationen "in den kommenden Wochen das Gespräch mit der 1956 gegründeten, unabhängig arbeitenden Lotterie" suchen, "um die Abstimmung zu verbessern".

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