Sky: mehr Abonnenten, weiter rote Zahlen

Das Pay-TV-Unternehmen Sky Deutschland freut sich über positive Zeichen in der Jahresbilanz 2010. So gewann Sky gegenüber dem Vorjahr netto 183.000 Abonnenten hinzu und verzeichnete die geringste Kündigungsrate seit über fünf Jahren. Auch der Umsatz pro Abonnent konnte deutlich gesteigert werden. Aber: Mit einem Ergebnis nach Steuern von minus 407,6 Mio. Euro bleibt das Unternehmen deutlich in den roten Zahlen. Das bleibe auch 2011 so, man rechne aber mit einem besseren EBITDA.

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Die Sky-Jahresbilanz im Detail:

Mit einem Netto-Plus von 183.000 Abonnenten steigerte sich der Pay-TV-Anbieter gegenüber 2009 deutlich. Im vierten Quartal verfügte Sky über 2,653 Mio. Kunden. Die "rollierende 12-Monats-Kündigungsquote" verringerte sich auf 16,2% und damit auf den positivsten Wert seit mehr als fünf Jahren. Positiv ist auch die Entwicklung beim HDTV. 325.000 Abonnenten gewann Sky im Gesamtjahr für seine HD-Sender, inzwischen können 593.000 Kunden Sky HD sehen. Neben dem am Donnerstag angekündigten neuen Sportnachrichtensender Sky Sport News, der allerdings auch in SD empfangbar sein wird, will das Unternehmen im Laufe des Jahres weitere HD-Kanäle starten.

Seine Umsatzerlöse konnte Sky im Gesamtjahr 2010 um 8,4% auf 977,8 Mio. Euro steigern. Die Umsatzerlöse aus Abos verbesserten sich dabei um 18,6% auf 881,5 Mio. Euro. Neben dem Abonnentenwachstum trug dazu auch der durchschnittliche Umsatz pro Abonnent zu, der sich im vierten Quartal auf 30,22 Euro (Vorjahresquartal: 27,45 Euro) steigerte. Der EBITDA-Verlust blieb erwartungsgemäß in etwa auf Vorjahres-Niveau: bei minus 268,6 Mio. Euro. Nach Steuern verlor Sky im Gesamtjahr 407,6 Mio. Euro, der Cashflow aus dem operativen Geschäft lag bei einem Verlust von 324,4 Mio. Euro. Dafür sind laut Sky u.a. auch die neu erworbenen HD- und HD-Plus-Receiver verantwortlich.

Für das Jahr 2011 erwartet Sky ein deutlich besseres EBITDA, das allerdings auch weiterhin negativ ausfallen wird. Dennoch: Die Abonnentenzahlen und der Umsatz pro Abo werden dem Unternehmen Mut machen.

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