„Verleger drücken sich vor Tarifverhandlungen“

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat sich laut DJV-Angaben am heutigen Mittwoch geweigert, in die vereinbarte vierte Runde der Tarifverhandlungen einzutreten. In der Tarifrunde sollte über neue Tarifverträge für die rund 14.000 Redakteure an Tageszeitungen verhandelt werden.

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Aus Anlass der Verhandlungen taten über 60 Redakteure aus mehreren Bundesländern im Verhandlungshotel ihren Unmut über die im Dezember vorgebrachten Tarifforderungen der Verleger kund. Auf dem Boden waren Plakate des DJV mit dem Slogan "Guten Journalismus nicht mit Füßen treten" ausgelegt. Die Verleger waren deshalb nicht bereit, in die Gespräche einzusteigen.
"Es ist völlig unverständlich, dass die Verleger mit dem Protest ihrer Mitarbeiter nicht umgehen können", kritisierte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring. "Wer von den Redakteuren Einkommenseinbußen von rund 30 Prozent verlangt, wie der BDZV es am 8. Dezember gefordert hat, kann keinen Jubel erwarten." Döhring machte deutlich, dass es im Interesse der Verleger sei, schnellst möglich wieder an den Verhandlungstisch zurück zu kommen: "Die Proteste der Kolleginnen und Kollegen haben gerade erst begonnen."

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