Energie-Kampagne: Kofler verbrennt vier Mio.

Nach dem Aus seines "Kofler Energies Club" hat der frühere Premiere-Chef Georg Kofler gegenüber der Wochenzeitung Die Zeit die finanziellen Details bekannt gegeben. Demzufolge soll allein die Werbekampagne, die von der Agentur Heimat kreiert wurde, vier Millionen Euro gekostet haben. "So ein Flop geht natürlich gegen die Sportlerehre. Es ist wie ein großes Tennismatch, das Sie zu Null verlieren, und dies auch noch vor großem Publikum. Das nervt, ist aber kein Desaster", sagte der 53-Jährige.

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Insgesamt habe er einige Millionen seines Privatvermögens durch das Projekt verloren. Dabei beteuerte er, dass es sich dabei aber nur um einen kleineren Teil handele. "Wir haben früh eingegriffen und so die Verluste begrenzt." Mit seiner Firmengruppe "Kofler Energies" werde er sich aber nicht komplett aus dem Energiemarkt zurückziehen. "Wir konzentrieren uns auf das Segment der Geschäftskunden, da sind wir auch schon länger tätig, und wir sind optimistisch, dass ein nachhaltig profitables Geschäft daraus wird."
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Zuvor hatte Kofler Anfang Februar sein Projekt für gescheitert erklärt. Er kommentierte dies damals so: "Dem Kofler Energies Club ist es leider nicht gelungen, die deutschen Privathaushalte mit – seinem Angebot für professionelles Energiesparen zu überzeugen." Das Konzept habe "den realen Markttest nicht bestanden". Das Prinzip sah vor, dass allen Mitgliedern günstiger Strom bzw. verbilligtes Gas vermittelt werden sollte. Dem Jahresbeitrag von 75 Euro sollten laut Firmenversprechen Einsparungen von 200 bis 500 Euro gegenüberstehen.

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