Guttenberg verzichtet auf seinen Doktortitel

Die Beweislast war zuletzt erdrückend und der öffentliche Druck offenbar zu groß: Auf einer CDU-Veranstaltung im südhessischen Kelkheim kündigte der Verteidigungsminister am Montagabend an, dass er seinen umstrittenen Doktortitel dauerhaft ruhen lassen will. “Ich habe Fehler gemacht”, räumte zu Guttenberg ein. Er sprach offenbar sogar davon, dass ihm beim Schreiben der Arbeit Peinliches passiert sei. So kopierte der Jurist sogar Teile der Einleitung aus der F.A.Z..

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"In der mir abgesprochenen Demut entschuldige ich mich bei allen, die ich verletzt habe", sagte der Minister laut Spiegel Online. Offenbar hat zu Guttenberg die Universität Bayreuth gebeten, seinen Doktortitel zurückzunehmen. Als Begründung soll er auf "gravierende, handwerkliche Fehler" hingewiesen haben. Trotz Guttenbergs Verzichtsangebots sieht sich die Universität jedoch verpflichtet, "die notwendigen Prüfungen gemäß dem vorgegebenen Verfahren vorzunehmen", wie stern.de berichtet.

Einen Rücktritt als Verteidigungsminister lehnt der CSU-Politiker allerdings ab. "Ich werde mein Amt mit aller Kraft ausüben", kündigte der Minister bei seinem ersten Auftritt nach der kurzen Stellungnahme zu den Plagiatsvorwürfen an. Sein Auftritt habe durchaus selbstbewusst gewirkt. "Und hier oben steht auch das Original, kein Plagiat", soll der Verteidigungsminister mit seinem Publikum gescherzt haben, wie stern.de berichtet. Gerüchte um einen angeblich Ghostwriter bestritt zu Guttenberg: "Ich habe diese Arbeit selbst geschrieben, stehe auch zu diesem Blödsinn, der da drin steht."

Schon heute soll die Promotionskommission der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth zu einem vorläufigen Ergebnis kommen. Am frühen Nachmittag will dann Universitäts-Präsident Rüdiger Bormann ein Statement abgeben.

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