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Renren.com: Facebook-Klon strebt an die Börse

Das Wettrennen um die beste Startaufstellung beim vermeintlichen Börsenboom der Web 2.0-Unternehmen ist voll entbrannt. Dass LinkedIn, Zynga und Facebook an die Wall Street wollen, ist bekannt – zuvor kommen könnte ihnen aber ein Herausforderer aus dem Reich der Mitte, der in der westlichen Welt bislang kaum bekannt ist. Renren.com heißt das größte Social Network Chinas, das bereits auf enorme 160 Millionen Nutzer kommt. Mithilfe der Wall Street-Institution Morgan Stanley will Renren.com nun an die New Yorker Börse.

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Das Wettrennen um die beste Startaufstellung beim vermeintlichen Börsenboom der Web 2.0-Unternehmen ist voll entbrannt. Dass LinkedIn, Zynga und Facebook an die Wall Street wollen, ist bekannt – zuvor kommen könnte ihnen aber ein Herausforderer aus dem Reich der Mitte, der in der westlichen Welt bislang kaum bekannt ist. Renren.com heißt das größte Social Network Chinas, das bereits auf enorme 160 Millionen Nutzer kommt. Mithilfe der Wall Street-Institution Morgan Stanley will Renren.com nun an die New Yorker Börse.

Es gibt ein Leben vor Facebook – und es findet in China statt. Das ist die Quintessenz aus den Börsenbestrebungen des boomenden chinesischen Social Networks Renren.com. Wie das Wall Street Journal und Bloomberg nach übereinstimmenden Berichten vermelden, 
hat Renren die Investmentbanken  Morgan Stanley, Credit Suisse und die Deutsche Bank damit beauftragt, einen Börsengang vorzubereiten.

Dieser soll allerdings nicht an den chinesischen Festlandbörsen oder in Hongkong erfolgen, sondern im Herzen des Kapitalismus – der Wall Street. Damit folgt Renren.com dem Vorbild Baidus: Die chinesischen Suchmaschine debütierte 2005 an der Technologiebörse Nasdaq und konnte seitdem beeindruckende Kurszuwächse von mehr als 1000 Prozent einfahren, die Baidu zum zeitweise drittwertvollsten Internet-Unternehmen werden ließen. 44 Milliarden Dollar ist die chinesische Nummer eins bereits wert.

Internationale Facebook-Konkurrenten formieren sich 

Deutlich kleiner wird Renren.com (chinesisch: „Jeder“) an der New Yorker Börse beginnen. Immerhin 500 Millionen Dollar sollen die konsortialführenden Banken beim IPO erlösen. Wie viele Anteile dafür an der Börse platziert werden, ist so offen wie ein möglicher Zeitpunkt des Going Publics als auch die Fundamentaldaten des Unternehmens.

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Die reine Mitgliederzahl lässt indes einiges erwarten: Der 2005 – und damit ein Jahr nach Facebook gegründete – chinesische Nachahmer kann bereits 160 Millionen Nutzer aufweisen, während Facebook wie Google unter der Blockade der chinesischen Regierung leidet und im Reich der Mitte keine Rolle spielt. Zum Vergleich: Der russische Facebook-Clone vKontakte.ru, der zum Internet-Konglomerat mail.ru gehört, kommt auf rund 100 Millionen Nutzer. Mail.ru debütierte im vergangenen November an der Börse und wird gegenwärtig mit knapp 8 Milliarden Dollar bewertet.

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