Die größten Traffic-Verlierer des Jahres

Die Zeiten, in denen fast alle Websites Monat für Monat Besucher gewannen, weil immer mehr Leute ins Internet gingen, sind lange vorbei. Längst ist der Markt in vielen Segmenten gesättigt, sind Verteilungskämpfe entstanden. Ein paar Dinosaurier bleiben dabei ganz auf der Strecke, andere Websites verlieren massiv an Nutzern. MEEDIA hat mit Hilfe des Google-Tools Ad Planner 20 große Traffic-Verlierer identifiziert, die in den vergangenen 12 Monaten 1 Mio. und mehr Unique Visitors verloren haben.

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Verglichen haben wir für unsere Auswertung die Zahlen des Januars 2011 mit denen aus dem Januar 2010. In unsere "Flop 20" kamen aber nicht automatisch die 20 Websites, deren Verluste in genau diesem Zeitraum am größten waren. Nicht in die Wertung kamen beispielsweise Angebote, bei denen es immer wieder große monatliche Schwankungen gibt (z.B. Wetter-Websites) oder solche, deren Inhalte innerhalb der 12 Monate von einer URL auf eine andere umgezogen wurden. Abbilden wollten wir stattdessen die Angebote, deren Tendenz über einen längeren Zeitraum nach unten zeigt.

Zu diesere Kategorie gehören eindeutig ein paar soziale Netzwerke. So büßte StudiVZ laut Ad Planner innerhalb der vergangenen 12 Monate satte 52% seiner Unique Visitors ein – von 5,0 Mio. Unique Visitors fiel die Community auf nur noch 2,4 Mio. Ähnlich die Entwicklungen bei SchülerVZ (-42,9%) und MySpace (-44,7%). Auch wer-kennt-wen.de taucht mit einem Minus von 1,6 Mio. Besuchern in der Top Ten auf. Der Grund dürfte bei all diesen Netzwerken der gleiche sein. Facebook. Der US-Gigant saugt fast alle Konkurrenten aus.

Ebenfalls wegen Facebook verloren haben könnte ICQ.com. Schließlich lässt sich auch über Netzwerke wie Facebook mit seinen Freunden kommunizieren, da ist ein gesonderter Chat-Dienst nicht mehr nötig. Deutlich verloren hat auch die Suchmaschine ask.com, deren Traffic hierzulande aber ohnehin zu großen Teilen per Werbung in der Google-Suche zustande kommt.

Zu den Dinosauriern, die es mittlerweile auch immer schwerer haben, gehören den Zahlen zufolge auch Allzweckportale wie Web.de, GMX und Yahoo. Auch sie verloren deutlich, gehören mit 7,6 Mio. bis 11 Mio. Unique Visitors aber weiterhin zu den Traffic-Giganten des Landes. Ganz bitter sieht es hingegen für Mister Wong aus. Der Dienst hat u.a. weil er in den Google-Suchergebnissen deutlich nach hinten gestuft wurde, 84% seiner Nutzerschaft eingebüßt. Von 1,5 Mio. Unique Visitors im Januar 2010 fiel er auf 240.000 herunter. Mitte 2009 lag er sogar noch bei 2,9 Mio.

Ebenfalls zu den 20 großen Verlierern gehört die nicht ganz legale Videoplattform Kino.to, sowie der Filehosting-Service Rapidshare.com. Beide Angebote haben offenbar Traffic an Konkurrenzangebote verloren.

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