„Zukunft des Internets ist live und bewegt“

Nacktrodeln als Web-TV-Event: Da ärgert sich der konservative Bildungsbürger, da freut sich der gemeine Netz-Spaßbürger, und Bild.de zeigt ein weiteres Mal, dass man im Internet massiv auf Bewegtbild-Unterhaltung setzt. Der Schlittenevent ist der Auftakt des Super-Sport-Samstages. Insgesamt streamt das Boulevard-Portal vier Live-Events ins Web. "Ich bin fest davon überzeugt, dass die Zukunft des Internets live und bewegt ist", sagt Bild.de-Bewegtbildchef Daniel Durst.

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Den Anfang zum Super-Sport-Samstag macht die Übertragung des Nackt-Rodel-Events aus dem Harz (16:45 Uhr). Um 18.00 Uhr folgt die Fußball-Partie aus der Türkischen Süper Lik zwischen Galatasaray Istanbul und Bucaspor. Zwei Stunden später geht mit spanischer Liga und der Begegnung von Real Madrid gegen UD Levante weiter. Höhepunkt des Live-Samstags ist um 22:30 Uhr der Boxkampf zwischen Felix Sturm und Ronald Hearns.

Bilds Online-Sportchef Tobias Holtkamp ist davon überzeugt mit diesem Programm den "Usern an einem einzigen Tag echte sportliche Live-Leckerbissen" zu bieten. Für den Ressortleiter sind die vier Events "weitere Meilensteine, die unsere großen Ambitionen in Sachen sportlicher Live-Berichterstattung sehr deutlich unterstreichen."

Live-Übertragungen gehörten längst zum normalen Themen-Mix der Berliner. So wurde im Web beispielsweise die "Herz für Kinder"-Gala übertragen, genauso wie man das TV-Signal von N24 übernahm, um live auf den Tahrir-Platz in Kairo zu schalten.

Die Rekord-Zuschauerzahl aller Bild.de-Bewegtbild-Übertragungen hält jedoch der letzte El Clásico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid. Bei Springer schätzt man, dass zwischen 600.000 und einer Millionen Nutzer in das Match geschaltet hatten. Der Vorteil bei diesem Top-Sportereignis war allerdings, dass es nicht im Free-TV zu sehen war.

Das Thema Bewegtbild für die Springer-Redaktion immer wichtiger, weil die große Kostenbarriere längst keine Behinderung mehr darstellt. "Bandbreite und Traffic sind heute nicht mehr das große technische Problem."

"Wir stellen fest, dass Bild.de immer stärker als zweiter Bildschirm neben dem Fernseher genutzt wird". Besonders bei großen Live-Ereignissen, wie beispielsweise dem "Wetten, dass..?"-Unfall, "können wir genau beobachten, wie die Menschen neben dem Fernseher zeitgleich bei Bild.de weitere Informationen suchen." Nach Meinung der Berliner, tritt man mit der strategischen Bewegtbild-Offensive nicht in direkte Konkurrenz zu den arrivierten Fernsehsendern, sondern bietet einen Online-Mehrwert, den Fernsehsender häufig nicht leisten können oder wollen.

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