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Verleger fordern „Wahlfreiheit“ von Apple

Rund 24 Stunden nachdem Apple seine neuen App-Regeln für Digitalabos vorgestellt hat, gibt es nun eine erste Reaktion der Verlegerverbände VDZ und BDZV. Nach Meinung der Interessenvertreter schränken die neuen Apple-Bedingungen die "Wahlfreiheit der Leser digitaler Zeitungs- und Zeitschriftenangebote und das App-Geschäft der Verlage ein". Deshalb stellen die Verbände drei Forderungen an das US-Unternehmen. Zudem sehen die Verleger ihr "schon sehr erfolgreich angelaufenes App-Geschäft" behindert.

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Die neuen Regeln sehen vor, dass die Verlage jetzt aussuchen können, welche Art von Abos sie anbieten wollen. Sie können also zwischen einem Wochen-, Monats oder oder Jahres-Angebot wählen. Des Weiteren leitet Apple jetzt bei Zustimmung der Nutzer die Kundendaten an die Verlage weiter. Allerdings verbietet der Apfel-Konzern künftig das Setzen von Links auf externe Seiten, zum Beispiel auf spezielle Online-Kioske. Heißt: Das Leben für günstige Abomodelle außerhalb des App-Stores wird hart.
Die Verbände kritisieren nun, dass "nach den Apple-Bedingungen Vergünstigungen an Abonnenten anderer Zeitschriften oder Koppelprodukte nicht möglich sind". Stattdessen würden jetzt Standardisierungen verlangt. Die Folge soll sein: "Verlage, die bislang plattformübergreifende Lösungen anbieten, müssen die den Nutzern zu Gute kommenden Funktionalitäten einschränken oder beenden."
Der VDZ und der BDZV fordern nun die "volle Wahlfreiheit und Gleichberechtigung", die "freie Entscheidung der Verleger über die Ausgestaltung der Angebote auch innerhalb von Apps" und die "Unterbreitung von Angeboten in den von Verlagen programmierten Apps, die der Verlag direkt an die Kunden richtet".
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