Twitter und Xing ziehen an StudiVZ vorbei

Publishing Vor einigen Jahren war StudiVZ noch die Erfolgs-Plattform unter den sozialen Netzwerken in Deutschland. Diese Zeiten sind längst vorbei. Im Januar fiel die Community nach Unique-Visitors-Zahlen sogar erstmals hinter Xing und Twitter zurück und belegt damit nur noch Platz 8. Laut Googles Research-Tool Ad Planner kam StudiVZ noch auf 2,40 Mio. Unique Visitors - ein Minus von 52% gegenüber dem Januar 2010. Ebenfalls auf dem Weg nach unten: SchülerVZ, MySpace und die Lokalisten.

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An der Spitze des Netzwerk-Rankings, das MEEDIA regelmäßig aus den Zahlen des Ad Planners zusammenstellt, zieht Facebook seine einsamen Runden. Mit 23 Mio. Unique Visitors, also unterschiedlichen Besuchern, kam Facebook auf ein Plus von 10 Mio. bzw. 66,9% gegenüber dem Vorjahresvergleichsmonat. Die schärfsten Verfolger sind längst nicht mehr so scharf, der Vorsprung von Facebook auf die Nummer 2, wer-kennt-wen.de, beträgt fast 18 Mio. Besucher. wer-kennt-wen.de gehört zudem mit einem Minus von 23,9% zu den Verlierern der vergangenen 12 Monate.

Noch deutlicher verloren haben prozentual gesehen in der Top Ten Stayfriends (-25,0%), SchülerVZ (-42,9%), StudiVZ (-52,0%) und MySpace (-44,7%). Gewinner gibt es neben Facebook nur zwei: Twitter (+7,7%) und Jappy (+14,3%). Natürlich muss zu den Ad-Planner-Zahlen hinzugesagt werden, dass es sich um hochgerechnete Besucher-Zahlen handelt, die nicht mit der Zahl der aktiven Mitglieder einer Community übereinstimmen müssen. So wird ein Netzwerk wie StudiVZ immer noch über deutlich mehr aktive Mitglieder verfügen als Twitter, das sehr viel Suchmaschinentraffic bekommen dürfte. Dennoch ist das extreme Minus von StudiVZ nicht wegzudiskutieren.

Auf den Rängen 11 bis 20 folgen neben weiteren Verlierern auch zwei Gewinner: Das Dating-Netzwerk Badoo wird in Deutschland offenbar immer populärer und ist mit einem Plus von 187,5% gegenüber dem Januar 2010 inzwischen auf Platz 13 angekommen, Linkedin verbesserte sich mit einem Zuwachs von 10,8% auf den geteilten Platz 13. Aus der Top 20 herausgefallen sind erstmals die Lokalisten, die laut Ad Planner im Januar nur noch auf 560.000 Unique Visitors kamen – ein Minus von 56,9% gegenüber dem Januar 2010. Das entspricht in etwa den IVW-Zahlen. Auch dort halbierten sich die Lokalisten-Visits innerhalb von 12 Monaten.

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