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Murdoch verramscht sein „bestes Geschäft“

"Das beste Geschäft meines Lebens", jubelte Rupert Murdoch, nachdem er 2005 für 580 Millionen Dollar die führende Social-Network-Site MySpace gekauft hatte. Doch je größer Facebook wurde, desto tiefer kühlte die Liebe des Medien-Moguls zu seinem Web-Investment ab. Jetzt zieht News Corp. die Konsequenz und bestätigt, was schon lange spekuliert wurde: Das einst hippste Social Network steht offiziell zum Verkauf. Allein in Deutschland verlor es innerhalb eines Jahres ein Drittel seiner Besucher.

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"Wir erkennen an, dass der Plan für MySpace, sein volles Potenzial auszuschöpfen, wohl besser unter einer neuen Eigentümerstruktur entwickelt werden kann", sagte News-Corp.-Geschäftsleitungsmitglied Chase Carey zur Neuen Zürcher Zeitung. Bereits im November hatte er Gerüchte über eine Trennung von dem Portal gestreut, da die Verluste des Netzwerks "nicht tragbar" seien. Neben einem Verkauf seien aber auch andere Optionen denkbar.
Im Januar hatte Myspace seine Deutschland-Büros geschlossen, wollte weltweit fast die Hälfte seiner Mitarbeiter kündigen. Damals hieß es noch, die Internet-Plattform werde sich als Treffpunkt und Informationsquelle für kulturinteressierte Menschen unter 35 Jahren neu positionieren und damit ihre Aktivitäten einschränken und vereinfachen. Doch das soll offenbar nicht mehr unter der Führung der News Corp. geschehen.
Bei Myspace sind rund 100 Millionen Nutzer registriert. Allein in Deutschland verlor das Social Network innerhalb eines Jahres ein Drittel seiner Besucher. Seit dem Relaunch der Seite im Oktober 2010 ist sie nicht einmal mehr IVW-gelistet. Beim letzten Eintrag im September zählte das Portal 33,7 Millionen Visits – im September 2009 waren es noch 50 Millionen. Der große Konkurrent Facebook kann mittlerweile auf 500 Millionen registrierte User zurückgreifen.

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