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ARD/ZDF verzichten auf Tour-de-France

Das längst überfällige Ende einer unrühmlichen Geschichte: Die ARD und ihr Tour-de-France-Engagement standen nicht erst seit den ständigen Dopingaffären der vergangenen Jahre in der Kritik. Jetzt einigten sich ARD und ZDF darauf, das größte Radsport-Event der Welt nicht mehr zu übertragen. Bis die Öffentlich-rechtlichen jedoch tatsächlich auf Livebilder vom Champs Elysee und dem Tourmalet-Aufstieg verzichten, wird es noch bis 2012 dauern.

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Noch läuft der Vertrag mit den Organisatoren der Frankreichrundfahrt bis zum nächsten Jahr. "2011 berichten ARD und ZDF aufgrund der noch laufenden Lizenzvereinbarung noch live", heißt es in einer Pressemitteilung. Die 98. Ausgabe der Frankreich-Rundfahrt beginnt am 2. Juli. Im täglichen Wechsel wollen die beide Sender in einem Zeitfenster von  16.15 bis 17.30/18.00 Uhr live und in Zusammenfassungen aus Frankreich berichten. "Die letzte Stunde bis zum jeweiligen Etappenziel steht auf jeden Fall live auf dem Programm."

Damit geht ein schleichender Niedergang zu Ende. Mitte der 90er-Jahre wurde die Tour im Fernsehen zu vierwöchigen Jan-Ullrich-Festspielen. Von morgens bis zum Nachmittag wurden die Rennen, ob langweile Flachetappe oder spektakuläre Berg- und Talfahrten, übertragen.

Während Fernseh-Deutschland jedes Jahr erneut hoffte, dass Ullrich seine Gewichtsprobleme in den Griff bekommen hat und endlich mal eine Chance gegen Lance Armstrong hat, fand das Radrennen in einem Paralleluniversum statt. Die meisten Fahrer waren gedopt. Fast alle Beteiligten wussten es – nur die TV-Zuschauer nicht. Zudem verhinderte ein Zusatzvertrag der ARD mit Ullrich jede kritische Berichterstattung über den Profi des Team Telekom.

Weitere Glaubwürdigkeit verlor die öffentlich-rechtliche Tour-Berichterstattung mit der Verurteilung von Rad-Reporter Jürgen Emig wegen Untreue und Bestechlichkeit sowie mit dem

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