Sky zahlt 14,5 Mio. Euro Schadenersatz

Eine alte Sünde hat jetzt teure Folgen: Die TV-Plattform Sky muss in der Affäre um getürkte Abonnentenzahlen 14,5 Millionen Euro Schadenersatz zahlen. Das berichtet der Nachrichtendienst Kontakter. Von dem Geld profitieren institutionelle Anleger aus den USA, Luxemburg, Deutschland und der Schweiz, mit denen sich das Unternehmen in einem außergerichtlichen Vergleich geeinigt hat. Mit der Schadenssumme, die eine Manager-Haftpflichtversicherung abdeckt, kommt Sky noch gut davon.

Anzeige

Die Klage bezieht sich auf die falsch ausgewiesenen Abonnentenzahlen im Zeitraum von 2005 bis 2008. Der Pay-TV-Sender, der damals noch Premiere hieß, hatte nach der Übernahme durch den Medienunternehmer Rupert Murdoch 2008 eingeräumt, nicht wie genannt drei Millionen Abonnenten zu haben, sondern nur 2,4 Millionen. Nachdem der Schwindel bekannt geworden war, hatten die Fonds das Unternehmen ursprünglich auf 242,5 Millionen Euro verklagt. Der Sky-Börsenkurs fiel daraufhin von rund neun Euro auf 1,50 Euro. Zurzeit liegt die Aktie bei 2,84 Euro und befindet sich im Aufwärtstrend.
Von dem Vergleich sind laut Kontakter die Klagen von privaten Anlegern nicht betroffen. Hier sind etwa ein Dutzend Schadensersatzklagen anhängig. Die Schadensumme soll sich indes nur auf rund eine Million Euro belaufen.
Im Jahr 2010 konnte Sky mehr Neukunden begrüßen als sonst. Der Nettozuwachs von 131.000 Kunden stellte eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (plus 39.000) dar. Über das gesamte Jahr betrachtet verzeichnete Sky Deutschland einen Zuwachs von 183.000 Kunden. Trotzdem rechnet der Pay-TV-Sender 2011 mit einem Gesamtverlust.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige