DuMont legt Familien-Fehde bei

Altverleger Alfred Neven DuMont ordnet das Familienunternehmen neu: Nach dem bereits in der vergangenen Woche Isabella Neven DuMont für Konstantin Neven DuMont in den Vorstand berufen wurde, sind nun offenbar auch die Streitigkeiten mit dem 41-Jährigen beigelegt. Laut Verlagsmitteilung scheidet der ehemalige FR-Herausgeber zum 30. Juni 2011 "einvernehmlich aus der Firma aus". Bis zu diesem Zeitpunkt ist Konstantin beurlaubt. "Er wird weiterhin dem Unternehmen als Gesellschafter verbunden bleiben."

Anzeige

Das bedeutet, dass Alfred Neven DuMont seinen Sohn nicht komplett ausbezahlen wird. Ob der 41-Jährige alle seine Anteile an M. DuMont Schauberg behält oder ob der Vater dem Sohn bereits einen gewissen Prozentsatz abgekauft hat, ist unklar. Vor wenigen Wochen noch sprach Konstantin allerdings davon, alle seine Anteile am dem Verlag zu veräußern und mit dem so gewonnenen Kapital ein eigenes Medienhaus aufbauen zu wollen.

Im Vorstand des Kölner Verlages kümmerte sich Konstantin um Marketing und Strategie. Seinen Platz in der Unternehmensleitung übernimmt nun seine Schwester Isabella. Ob sich die zweifache Mutter allerdings auch dieselben Zuständigkeiten kümmert, ist noch unklar.

Zudem führte Alfred dem Mutterhaus von Titeln wie der Berliner Zeitung und der Hamburger Morgenpost noch weitere journalistische Kompetenz zu, indem er den ehemaligen Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, Hans Werner Kilz, in den Aufsichtsrat berief.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige