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Dschungelcamp: im Netz ein Werbehit

Bei den TV-Zuschauern war das Dschungelcamp ein Hit. Allerdings ist RTL vor allem ein Wirtschaftsunternehmen, und aus buchhalterischer Sicht soll am Ende des Fernseh-Events ein Minus von bis zu 500.000 Euro pro Tag stehen. Nicht so im Internet. Für die 16 Tage, in denen die Promis im australischen Dschungel festsaßen, zieht der Sender eine überaus positive Bilanz: Die Videoabrufe erreichten einen neuen Rekord und die Web-Werbebuchungen kamen auf eine Auslastung von 80 bis 90 Prozent.

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Seit Start von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus", verzeichnete RTL interactive bis gestern Abend rund 14,6 Millionen Videoabrufe über alle Internet-Plattformen wie RTL.de, Clipfish.de, RTLnow.de oder den RTL Channel Player. Zu letzterem werden externe Sites wie MSN.de oder T-Online.de gerechnet. Über ein Drittel (36,6 Prozent) der Abrufe erfolgte nach Angaben der Kölner über RTLnow.de. Damit konnte das hauseigene Web-TV-Angebot das Ergebnis der vorherigen Staffel um 284 Prozent steigern. "TV-Inhalte zählen zu den meistgenutzten Bewegtbild-Inhalten im Web. Selten hat ein einzelnes Format für so hohe Abrufzahlen innerhalb so kurzer Zeit gesorgt", kommentiert ein RTLinteractive-Sprecher gegenüber MEEDIA.

Bereits am Freitag verriet Paul Mudter, Geschäftsleiter Interactive bei IP Deutschland, dem New Business: "Mit der Vermarktung von ‚Ich bin ein Star‘ können wir sehr zufrieden sein. Wir haben eine Auslastung zwischen 80 und 90 Prozent und das mit attraktiven Werbekunden." Die meisten Buchungen kamen offenbar aus den Branchen Telekommunikation, Finanzen und Automobil, Kosmetik, Bekleidung, Lebensmittel und Film.

Auch beim Fernsehpublikum war die Dschungelcamp-Staffel ein voller Erfolg. Das TV-Event half kräftig mit, dass der Kölner Sender im Januar den besten Monats-Marktanteil seit den 90er Jahren holte. Auf der Einnahmenseite war die Sendung allerdings ein Minusgeschäft. Nach Informationen des Branchendienstes Kontakter musste RTL einen täglichen Verlust von bis zu 500.000 Euro verbuchen.

Wegen der schlechten Akzeptanz in der Werbewirtschaft entschloss sich die Senderchefin Anke Schäferkordt im vergangen Jahr auch dazu, auf das kostspielige Event zu verzichten.

Gegenüber MEEDIA sagte eine Sprecherin des RTL-Vermarkters IP Deutschland, dass man mit der Auslastung des Dschungelcamps insgesamt zufrieden gewesen sei. Vor dem Start sah die Werbeauslastung noch schlechter aus. Denn erst im Lauf der letzten Woche wurden offenbar noch für die Finalsendung sowie für "Das große Wiedersehen" "noch kräftig zugebucht".

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