World of Goo: iPad-Erfolg mit Verzögerung

Spiele zählen ohne Zweifel zu den beliebtesten Anwendungen für Apples iPad. Dabei gibt es manche erstaunliche Entdeckung zu machen. Zum Beispiel eine Erfolgsgeschichte mit zwei Jahren Verzögerung. Das Puzzlespiel World of Goo wurde ursprünglich schon 2008 veröffentlicht, aber erst in der iPad-Version, die Ende 2010 erschien, entfaltet das ungewöhnliche Spiel seinen ganzen Charme. Es ist ein kleines Kunstwerk, das schwer in Worte zu fassen ist.

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Spiele zählen ohne Zweifel zu den beliebtesten Anwendungen für Apples iPad. Dabei gibt es manche erstaunliche Entdeckung zu machen. Zum Beispiel eine Erfolgsgeschichte mit zwei Jahren Verzögerung. Das Puzzlespiel World of Goo wurde ursprünglich schon 2008 veröffentlicht, aber erst in der iPad-Version, die Ende 2010 erschien, entfaltet das ungewöhnliche Spiel seinen ganzen Charme.

Es wirkt gerade so, als sei World of Goo speziell für Apples iPad entwickelt worden. So genial passen Spielprinzip und Steuerung zu dem Touch-Bildschirm von iPad-Größe. Aber als der unabhängige Titel im Oktober 2008 erstmals erschien, gab es Apples Tablet-Computer noch gar nicht.

Das Spiel selbst ist ein kleines Kunstwerk, das schwer in Worte zu fassen ist. Es geht, grob gesagt, um Schleimbälle, mit denen man in vielen Levels Hindernisse überwinden muss. Aus den Bällen und ihren elastischen Schleimfäden lassen sich erstaunliche architektonische Gebilde wie Brücken und Türme errichten, über die die Bälle dann zu einem Saugrohr geleitet werden. Je mehr Bälle man eingesaugt bekommt, desto besser die Punktzahl. Hat man mehr Bälle eingesaugt als nötig, kann man in einem Zusatzlevel namens World of Goo Corporation daraus einen gigantischen Schleimball-Turm errichten (sofern der nicht instabil wird und wie ein Kartenhaus einstürzt) und via Internet mit den Türmen anderer Spieler vergleichen.

Das alles klingt total bescheuert, ist aber tatsächlich ein geniales Spielprinzip. Beim Bauen der Brücken und Türme muss man nämlich ganz schön nachdenken und auch die Gesetze der Physik spielen keine kleine Rolle. Hinzu kommt, dass es von Level zu Level neue Arten von Bällen mit unterschiedlichen Fähigkeiten gibt und sich das Design der Puzzles jedes Mal komplett verändert und den Spieler vor ständig neue Herausforderungen stellt. Zum tollen Spielprinzip kommen eine liebevoll surrealistische Grafik und ein stimmungsvoller Soundtrack. Zusammen mit einer abgedrehten Hintergrundgeschichte wirkt World of Goo streckenweise mehr wie ein kleines ironisches Stück Computer-Kunst und weniger wie ein normales Computerspiel.

Das Spiel wurde von den ehemaligen Electronic-Arts-Mitarbeitern Kyle Gabler, Ron Carmel und Allan Blomquist entwickelt und völlig ohne Kopierschutz auf den Markt gebracht. Angeblich haben die drei World of Goo in ihrer Freizeit nebenher in Büchereien, Coffee-Shops und zuhause programmiert. Die Macher haben ausgerechnet, dass über 80 Prozent der in Umlauf befindlichen World-of-Goo-Spiele kostenlose Kopien sind. Trotzdem war das Spiel sowohl als CD-Rom als auch als Download-Version im Online-Store von Nintendos Wii-Konsole ein Verkaufshit. Mittlerweile erscheint Wolrd of Goo bei der unabhängigen Firma 2D Boy. Auch auf dem iPad hielt sich World of Goo einige Tage auf Platz 1 der App-Charts. Das iPad mit seiner intuitiven Steuerung und das Spielprinzip von World of Goo haben sich jedenfalls gesucht und gefunden. Für 3,99 Euro ist es eines der besten iPad-Spiele, das man sich derzeit runterladen kann.

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