Ex-SZ-Chef Kilz wird DuMont-Aufsichtsrat

Alfred Neven DuMont stellt sein Verlagshaus neu auf: Nach dem Streit mit seinem Sohn Konstantin und dessen Rauswurf aus dem Vorstand besetzt der Verlags-Patriach den freigewordenen Posten nun mit seiner Tochter Isabella Neven Du Mont. Welche Zuständigkeiten die 42-Jährige erhält ist noch unklar. Zudem tritt der ehemalige Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, Hans Werner Kilz, zum 1. März in den Aufsichtsrat des Kölner Medienhauses ein.

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"Die Gesellschafter und die Mitglieder des Aufsichtsrates von M. DuMont Schauberg begrüßen, mit Hans Werner Kilz einen fachkundigen und hochqualifizierten Kollegen gewonnen zu haben", heißt es einer Pressemitteilung. Dem Aufsichtsrat gehören neben Alfred Neven DuMont als Vorsitzendem zudem noch der Rechtsanwalt Claas Kleyboldt und der Unternehmensberater Peter May an.
Welche Rolle Isabella im Vorstand spielen wird, wurde von den Kölnern noch nicht kommuniziert. Ihr Bruder Konstantin kümmerte sich um die Bereiche Strategie und Marketing. Die 42-Jährige soll zusammen mit Christian DuMont Schütte nun die Interessen der beiden Verlegerfamilien vertreten, in deren Besitz sich noch immer das Verlagshaus befindet. Weitere Mitglieder des Vorstandes sind Eberhard Klein als kaufmännischer Vorstand und Franz Sommerfeld.
Die Abiturientin der Odenwaldschule ist Mutter von zwei Kindern und gilt als renommierte Pferdejournalistin. So wurde sie nach ihrer Mitarbeit bei dem von Johannes Gross herausgegebenen Wirtschaftsmagazin Impulse zwischen 1993 und 2003 Chefredakteurin verschiedener Fachzeitschriften wie desAraber-Journals und Pferde heute.
Im Jahr 2006 übernahm Isabella die Leitung des „studio dumont“. Bereits 1964 hatte ihr Großvater, der Verleger Kurt Neven DuMont, dieses Veranstaltungsforum im Kölner Stadtzentrum gegründet. Zudem betreibt sie seit 2009 einen Hochseilgarten als geschäftsführende Gesellschafterin.
M. DuMont Schauberg ist eines der größten deutschen Verlagshäuser. Zum Portfolio der Kölner gehört der Express, genauso wie die Frankfurter Rundschau, die Berliner Zeitung und die Hamburger Morgenpost. 

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