New York Times arbeitet an Whistleblower-Seite

Die New York Times will ein System entwickeln, mit dem Nutzer große Datenbestände hochladen und der Redaktion schicken können. Auf diese Weise soll es für mögliche Whistleblower einfacher werden, die Zeitung anonym mit Informationen zu versorgen. Das berichtet das Tech-Portal Gigaom.com.

Anzeige

New-York-Times-Chefredakteur Bill Keller sagte zu Gigaom.com, dass sich der Plan für das System noch in der Entwicklung befinde. Ein ähnliches Projekt hat der Nachrichtensender Al-Jazeera unter dem Namen Transparency Unit gestartet. Ziel der Plattform ist es, dass sich Whistleblower direkt an das Medienunternehmen wenden können und nicht den Weg über andere Seiten wie Wikileaks nehmen müssen, um anonym zu bleiben.
Auch in Deutschland existiert seit kurzem ein anonymes Whistleblower-Portal. Das Nachrichtenportal der WAZ-Gruppe hat eine anonymisierte Upload-Seite nach dem Modell von Wikileaks gestartet. User sollen dort Dokumente hochladen können oder direkt mit dem Recherche-Ressort in Kontakt treten. Ressortleiter David Schraven will die geheimen Dokumente aber nicht ungefiltert weiterverbreiten, sondern lediglich als Ausgangspunkt für Recherchen nutzen. Die Daten werden nach eigenen Angaben auf ausländischen Servern verschlüsselt abgelegt.
MEEDIA hat eine Übersicht der Wikileaks-Alternativen zusammengestellt.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige