Kachelmann: Comeback als Wetter-Moderator

Überraschendes Comeback: Jörg Kachelmann hat am Freitag erstmals seit seiner Verhaftung wieder die Wetternachrichten moderiert. Für das Schweizer Radio Basel stand er um 12.40 Uhr vor dem Mikrofon und sagte "einen Hauch von Winter über der Region" voraus. Der 52-Jährige hatte nach seiner Verhaftung noch ausgeschlossen, jemals wieder das Wetter zu verkünden. Auch in Deutschland gibt es offenbar Hörfunk-Kunden, die wieder gerne mit Kachelmann arbeiten würden.

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Wie die Schweizer Zeitung Blick berichtet, hat Radio Basel mit der von Kachelmanns Meteomedia gegründeten Meteocentrale einen langfristigen Vertrag abgeschlossen. Die Wetteransage nahm der 52-Jährige aber nicht im Studio des Senders auf. Wo sie aufgezeichnet wurde, wollte Radio-Basel-Chef Christian Heeb, der mit Kachelmann befreundet ist, nicht verraten. Er sagte allerdings, dass der Wettermoderator künftig regelmäßig für das Lokalradio arbeiten könnte.
Das bestätigte auch Meteomedia-Sprecher Urs Knapp gegenüber Blick.ch. Kachelmann hätte freitags Zeit, um das Weekend-Wetter für Radio Basel zu präsentieren. "Der Prozess lässt ihm zeitlich sehr wenig Freiraum. Aber am Freitag hat er keine Gerichtstermine."
Indes berichtet die WAZ, dass Kachelmann auch ein Comeback als Wettermoderator im deutschen Radio nicht mehr ausschließe. Er habe erfahren, dass er Kunden habe, die gerne wieder mit ihm arbeiten würden. Das sei alles eine Frage der Zeit und der Nachfrage. "Aber im Moment hat er verständlicherweise andere Prioritäten", sagte Meteomedia-Sprecher Knapp. Einem Wiedersehen im Fernsehen hatte Kachelmann im November eine Absage erteilt. "Aber man soll nie nie sagen", kommentierte Knapp.

Nach einer rund vierwöchigen Prozesspause wird seit dieser Woche in Mannheim die Frage weiterverhandelt, ob Kachelmann seine ehemalige Lebensgefährtin vergewaltigt hat oder nicht. Im Moment hat es den Anschein, als ob der Moderator gerade dabei ist, sein Verhältnis zu den Medien zu ordnen. Denn kurz vor seiner Rückkehr als Wettermoderator einigte sich der Schweizer noch in einem seit Monaten schwelenden Verfahren mit Springers Boulevard-Portal Bild.de.

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