DLD: Facebook ruft „Wisdom of Friends“ aus

Am zweiten Tag von Burdas Digital-Konferenz DLD (Digital Life Design) sprach der hochrangige Facebook-Manager Dan Rose über Online-Werbung im weltgrößten Sozialen Netzwerk. Die "Weisheit der Massen" ("Wisdom of crowds") werde im Social Web abgelöst durch eine "Weisheit der Freunde" ("Wisdom of friends"), so Rose. Werbung, die den Namen von Freuden enthält, würde zu 60 Prozent mehr Beachtung finden. Das hatte Facebook zusammen mit den Marktforschern von Nielsen herausgefunden.

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Dan Rose ist Vice President Partnerships and Platform Marketing beim weltweit größten Social Network Facebook, das erst kürzlich über 600 Millionen Mitglieder gemeldet hat. Das Marktforschungsunternehmen Nielsen habe für Facebook die Wirkung von Werbung im Sozialen Netzwerk gemessen, sagte Rose im Gespräch mit dem US-Autor David Kirkpatrick ("The Facebook Effect").

Digitale Werbung funktioniere komplett anders als Werbung vorher, sagte Rose. Dies habe zwei Gründe: die enorme Reichweite und die Interaktivität ("Two-Way-Communication"). Rose stapelte auch ein wenig tief, als er erklärte, der Internet-Goliath Facebook sei immer noch ein bisschen wie ein Startup und Gründer Mark Zuckerberg habe sich seit den Anfangstagen kein bisschen verändert ("Er ist mit 600 Millionen Mitgliedern noch genau, wie er mit 100 Millionen Mitgliedern war"). Man glaube einfach an das Konzept von Mundpropaganda bei der Werbung. Das Konzept des Netzwerks: Facebook habe Mundpropaganda zu etwas sehr Großem gemacht.

Rose umgarnte auch die anwesenden Medienanbieter ein wenig. Kein Wunder – schließlich befand er sich beim DLD auf einem Kongress der vom Medienhaus Burda veranstaltet wird. Medien und Inhalte würden eine sehr wichtige Rolle für Facebook spielen, sagte er. "Das sind genau die Dinge, bei denen sich Nutzer austauschen möchten", so Rose. Spiele, wie die vom Farmville-Anbieter Zynga, spielten ohne Zweifel eine große Rolle aber man sei bei Facebook auch sehr fokussiert auf Medien.

Allerdings könnten Medien auch von den Anbietern der Facebook-Spiele lernen: "Medienunternehmen nutzen meistens nur unsere Plugins auf ihren eigenen Seiten. Aber Zynga und andere Spieleanbieter haben Social Games praktisch neu erfunden." Als ein Beispiel für eine innovative Medienanwendung, die Facebook einbindet, nannte Rose die iPad-App Flipboard. Diese App nimmt Inhalte von Facebook, Twitter und anderen Quellen und bereitet sie in einem ansprechenden Layout zu einer Art persönlichem Digital-Magazin auf. Und sie stammt nicht von einem klassischen Medienunternehmen. Es ist ein Startup, in das u.a. der Facebook-Mitgründer Dustin Moscovitz investiert hatte.

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