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Google: Larry Page wird neuer CEO

Paukenschlag nach Handelsschluss: Ziemlich überraschend verkündete Google gestern Abend einen Führungswechsel, der es in sich hat. Eric Schmidt, seit 2001 CEO des heutigen Internet-Giganten, wechselt Anfang April als Chef in den Verwaltungsrat. Zum neuen Vorstandsvorsitzenden wurde Gründer Larry Page berufen. Internetexperten werteten den Schritt als Maßnahme, sich besser gegen die wachsende Herauforderung von Facebook zu wappnen. Die Geschäftszahlen für das vierte Quartal überzeugten unterdessen.

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Was für ein Jahresstart: Vier Tage, nachdem Apple völlig überraschend die erneute krankheitsbedingte Auszeit ihres Gründers Steve Jobs bekannt gegeben hat, folgt nun ein Personalwechsel beim wertvollsten Internetkonzerns auf höchster Führungsebene: Eric Schmidt wechselt in den Verwaltungsrat, Gründer Larry Page wird neuer Google CEO.

"Tägliche Erwachsenenaufsicht nicht länger bei Google nötig", twitterte Eric Schmidt wenige Minuten nach 16 Uhr amerikanischer Ostküstenzeit den doch ziemlich überraschenden Personalwechsel trocken. Und lieferte in einer vorbereiteten Mitteilung die Erklärung: "Wir haben beschlossen, unsere dRollen neu zu definieren, so dass klarere Verantwortung und Zuständigkeit an der Spitze des Unternehmen besteht."

Künftig soll die neue Rollenverteilung so aussehen: Eric Schmidt soll sich stärker um "Deals, Partnerschaften, Kunden und größere Geschäftsbeziehungen" kümmern, erklärt der im April scheidende CEO. Larry Page übernimmt unterdessen das Kerngeschäft. "Nach meiner Meinung ist Larry jetzt bereit zu führen", erklärte Schmidt.     

29 Prozent mehr Gewinn und Umsatz im vierten Quartal

Der Führungswechsel erfolge zu einem guten Zeitpunkt, erklärte Schmidt mit Verweis auf die nach Handelsschluss veröffentlichten Quartalsergebnisse. Tatsächlich steht Google weiter glänzend da: Die Konzerngewinne zogen zwischen Oktober und Dezember noch einmal um 29 Prozent auf 2,54 Milliarden Dollar an.  Google verdiente damit 8,75 Dollar je Aktie, Analysten hatten lediglich mit 8,07 Dollar je Anteilsschein gerechnet.

Die Umsätze zogen ebenfalls um 29 Prozent auf 6,37 Milliarden an, der Durchschnitt der Analysten hatte mit 6,04 Milliarden Dollar gerechnet. "Das vierte Quartal markierte das großartige Ende eines herausragenden Jahres", so Eric Schmidt. Die nächste Fragerunde geht schon an Larry Page, der am 4. April die Amtsgeschäfts übernimmt.

Anleger reagierten weitgehend unbeeindruckt auf den Führungswechsel und schickten die Google-Aktie im Nachhall der Quartalsergebnisse um rund ein Prozent auf 635 Dollar nach oben. 

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