Studie glaubt nicht an Erfolg von Smart TV

Fernsehen wird seine Position als meistgenutztes Medium festigen. Rund um die Welt werden Zuschauer im Jahr 2011 140 Milliarden Stunden mehr fernsehen schauen, die TV-Werbeumsätze wachsen um zehn Milliarden Dollar. Das prognostiziert zumindest das amerikanische Marktforschungsinstitut Deloitte. Der Studie zufolge erreichen soziale Netzwerke Anzeigenumsätze von fünf Milliarden Dollar. Sie brauchen andere Einnahmequellen, die im kommenden Jahr stärker wachsen können.

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Mit fünf Milliarden Dollar trügen Facebook und Co. trotz ihrer enormen Reichweite nur ein Prozent zum Werbemarkt bei. Pro registriertem Nutzer entspricht das vier Dollar. Auch der Tausender-Kontaktpreis auf den Websites liege sehr niedrig. Stärkeres Wachstum für soziale Netzwerke erwartet Deloitte in Geschäftsfeldern wie zentralen Bezahlsystemen und E-Commerce. Zudem werde "social networking" in der Branche zurzeit als "the next big thing" angesehen, das noch größere Erfolge verspreche als Werbung zu relevanten Begriffen in Suchmaschinen.
Da soziale Netzwerke Deloitte zufolge jedoch relativ geringe Kosten verursachen – sie müssen nicht täglich neuen Content bereit stellen und App-Entwickler erweitern das Angebot kostenlos – könnten sie dennoch recht hohe Margen erwirtschaften. Ein Problem für Facebook und Co. sieht das Marktforschungsinstitut jedoch darin, dass das Wachstumspotential auf der Nutzerseite bald ausgeschöpft sein wird. Bis Ende 2011 erwartet Deloitte, dass Facebook eine Milliarde Nutzer erreicht – damit wäre jeder zweite Onliner weltweit in dem Social Network registriert.
Auf dem TV-Markt geht Deloitte davon aus, dass keine maßgeblichen Veränderungen. Angekündigte Trends wie Social-TV, Online-Surfen und Suchmaschinenfunktionen auf dem Fernseher hält das Marktforschungsinstitut für überschätzt. Dafür wird der TV-Konsum weltweit um 140 Milliarden Stunden steigen, Menschen würden in 2011 durchschnittlich drei Stunden und zwölf Minuten in die Röhre schauen. Die Werbeumsätze wachsen laut der Studie um zehn Milliarden Dollar. Das Medium TV werde seine führende Stellung behalten und weiterhin die höchsten Umsätze, bestehend aus Werbe-, Abo-, Pay-per-View- und Lizenzeinnahmen, erzielen. Den Anteil am Gesamtwerbemarkt steigere das Fernsehen bis 2012 auf 42 Prozent.

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