Konstantin legt sich mit SZ-Chef Kister an

Es gibt mal wieder Lebenszeichen von Konstantin Neven DuMont. Sie erinnern sich sicher: Im vergangenen Jahr gab es einen Riesenkrach im Kölner Zeitungsverlag der DuMonts, weil Verleger-Sohn Konstantin unter verschiedenen Namen im Blog von Stefan Niggemeier wirres Zeug veröffentlicht haben soll. Die Affäre weitete sich zur Verlagskrise aus und führte dazu, dass Konstantin alle seine Ämter verlor. Jetzt legt er sich in seinem Facebook-Profil mit Kurt Kister an, dem Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung.

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“Kister opportuniert, spekuliert und propagiert auf beeindruckende Weise”, schreibt Konstantin Neven DuMont auf seiner Facebook-Seite. Grund für den Ärger des Verleger-Sohnes ist ein kleines Stück Kisters, das bereits Ende November vergangenen Jahres veröffentlicht wurde. Unter dem Titel “Und ewig spinnen die Erben” schrieb der SZ-Chef pointiert über die Probleme von Familien-Nachfolgen in Unternehmen. Zitat: “Jahre, vielleicht Jahrzehnte dachte man, der Erbe würde den Betrieb nicht nur weiterführen, sondern auch noch weiterbringen. Dann aber stellt man fest, dass er schon jetzt einen Teil seiner Apanage einem langhaarigen Inder mit Heilsteinen überweist oder die eigentlich sichere Anlage dazu verwendet, Zusammenhänge zwischen den Gesängen der Buckelwale und der Pyramiden-Energie erforschen zu lassen.”

In einer “solch misslichen Lage” sei nun der Kölner Verleger Alfred Neven DuMont, so Kister weiter. Laut Konstantin Neven DuMont zeigen Kisters Gedanken “genau jene Probleme auf, mit denen sich einige Verlage hierzulande herumschlagen”. Was meint er damit? In einem späteren Kommentar präzisiert Konstantin: “Meines Erachtens werden derartige Artikel in Zukunft nicht mehr refinanzierbar sein. Kister sollte sich um Wesentliches kümmern.” Offenbar macht er sich Sorgen darum, dass Kolumnen, wie die Kisters, künftig nicht refinanzierbar seien. Na ja.

Ansonsten erfahren wir in der ausufernden Diskussion zu dem jüngsten Facebook-Eintrag Konstantins, dass er Esoterik skeptisch gegenübersteht und nicht sagen kann, “ob beispielsweise Ayurveda funktioniert oder nicht”. Ob es stimmt, dass “Rasierklingen in Pyramiden ihre Schärfe zurückgewinnen”, vermag Konstantin auch nicht zu sagen. Wale hält er im übrigen für schöne Tiere.

Die Affäre um angebliche wirre Äußerungen von DuMont Junior im Blog von Stefan Niggemeier mündete im vergangenen Jahr in einen Vater-Sohn-Konflikt, auf dessen Höhepunkt Konstantin seinen Vorstandsposten bei DuMont sowie seine Aufsichtsratsposten bei den DuMont-Zeitungen abgeben musste. Danach hatte er angekündigt, ein eigenes, medienkritisches Web-Portal und eigene TV-Formate starten zu wollen.

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