Hefner verspricht unzensierte Playboy-App

"Big News", twitterte Playboy-Chef Hugh Hefner. Angeblich werde ab März der Playboy auf dem iPad verfügbar sein. Völlig unzensiert. Wie und ob es Playboy-Gründer Hugh Hefner gelang, Apple davon zu überzeugen, in seinem App-Store bald auch mit nackten Tatsachen Geld zu verdienen, ist nicht bekannt. Denn bisher wurde rigoros jede App abgelehnt oder kurzzeitig verbannt, die zu viel nackte Haut zeigte. Allerdings zitiert die New York Times Marketing-Chef Phil Schiller, der den Playboy für "seriös" halte.

Anzeige

Glaubt man den Tweets, dann soll die Applikation das komplette Heft-Archiv beinhalten. Von der Erstausgabe von 1953 bis zum aktuellen Heft. Der derzeitige Playboy ist zurzeit noch ein Lesevergnügen für Nutzer, die das Heft nur wegen der guten Interviews kaufen. Denn für 4,99 Dollar gibt es im App-Store zwar die aktuelle Ausgabe. Allerdings ist diese völlig frei von Aktaufnahmen.
Möglich wäre, dass Hefner die prüden App-Store-Restriktionen umschifft, indem die App lediglich als Zwischenstopp zu einer tabletoptimierten Webseite fungiert. Dabei hat der Konzern es in Deutschland nicht leicht gehabt mit Apple. Immer wieder hatte der Konzern aus Cupertino Apps des Playboy gestoppt, zuletzt sogar ein Video namens "Bunnies at Home".
Die Diskussion um nackte Haut im App-Store ist beinahe so alt wie der App-Store selbst. Kritiker bemängeln, dass Jobs Apple-Kunden seine prüde Weltanschauung aufzwingen würde. Apple wiederum beruft sich auf Kunden, denen nackte Haut in Apps unangenehm aufstoße.
Immerhin hatte Marketing-Chef Phil Schiller den Playboy vor einigen Monaten als "seriös" bezeichnet, was auf ein Entgegenkommen hindeutet. Die New York Times zitiert ihn mit den Worten: "Es ist eine bekannte Firma, die ihre Inhalte immer in einer weithin akzeptierten Art und Weise veröffentlicht hat".

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige