Blogverkauf: die bittere Basic-Bilanz

Vor zwei Jahren verkaufte Star-Blogger Robert Basic sein Basic Thinking. Seitdem tritt er mit seinem Buzzrider-Projekt auf der Stelle. Und Blogkäufer Serverloft musste lernen, dass sich trotz eines Trafficzuwachses mit der Seite kein Geld verdienen lässt. Jetzt zogen beiden Seiten eine Bilanz. Basic und das ehemalige Onlinekosten-Team reden von Veränderungen, eine Erfolgsgeschichte scheint es nicht zu sein. So verschlankte Basic Thinking jüngst seine Redaktion und verfügt nun nur noch über einen Autor.

Anzeige

“Ich baue zur Zeit verstärkt am Brötchenerwerb als Selbständiger, was ich zu lange habe schleifen lassen”, erklärt Robert Basic auf die Frage, womit er momentan seinen Lebensunterhalt bestreitet. Er arbeite momentan mit einer Agentur daran, Persönlichkeitsmarken aufzubauen.

Buzzriders ist noch nicht tot
Die Tatsache, dass das mit Spannung erwartete Buzzriders noch immer nicht online ist, erklärt er folgendermaßen: “Das letzte Jahr war privat sehr turbulent, so dass ich nicht mit 100% an Buzzriders arbeiten konnte. Nachdem diese Phase durch ist, ich zudem beruflich wieder die Beine in die Hand nehmen kann, wird parallel das Buzzriders-Projekt greifbarer. Trotz aller Unkenrufe, die meinen, ein “Startup” müsse aus dem Boden gestampft und mit Speed auf den Markt gebracht werden.”

Basic durfte auch das aktuelle Basicthinking-Team interviewen. Auf die Frage, wie sich sein ehemaliges Blog nach seinem Verkauf entwickelt hat, fällt die Antwort eher nüchtern aus. Der Traffic sei zwar konsequent gewachsen, zum Ende 2010 sogar um 44 Prozent. Basic Thinking gehört laut Googles Ad Planner mit bis zu 150.000 Unqiue Visitors pro Monat zu den 10 besucherstärksten Blogs Deutschlands. Die Investition in zwei feste Redakteure hätte sich PI-technisch definitiv gelohnt. Dieser Zuwachs habe sich aber nicht im Umsatz niedergeschlagen.

Trafficzuwachs, aber zu wenig Einnahmen
Deswegen habe man die Redaktion auf einen Autor zurückgeschraubt: “Die Arbeit mit Basic Thinking war für uns von Anfang an ein Spagat. Wir haben versucht, guten Content zu liefern, mussten aber gleichzeitig auch immer die Kosten im Auge behalten. (…) Klar wäre uns ein Mehrautorenblog lieber, bei dem ein Haufen Top-Technikredakteure in mehreren Schichten eigenrecherchierte Beiträge schreibt oder zu Veranstaltungen um die Welt jettet. Aber das wäre für uns nicht zu finanzieren.”

Der Relaunch soll noch dieses Jahr umgesetzt werden. Durch Reduktion des Personals wolle man sich künftig auf exklusivere Geschichten konzentrieren. Unter dem Interview ist nun eine Diskussion über Werbung in Blogs in Korrelation mit der Finanzierbarkeit einer weiteren Redakteursstelle entbrannt.
Das gesamte Interview ist auf Basic Thinking zu lesen.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige