DJV kündigt Arbeitskämpfe an

Die Zeichen stehen auf Streik: Der Deutsche Journalisten-Verband hat am heutigen Montag in Kassel die Vorbereitung von Arbeitskampfmaßnahmen bei Zeitungen und Zeitschriften beschlossen. Wenn in den Tarifverhandlungen mit Verlegern keine Einigung möglich ist, soll so die Forderung des DJV nach fairen und zukunftsfähigen Flächentarifverträgen durchgesetzt werden.

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Davon betroffen sind derzeit rund 14.000 Zeitungs- und 9.000 Zeitschriftenredakteure in Deutschland. Außerdem sieht der DJV in Arbeitskampfmaßnahmen nach dem aktuellen Stand der Tarifverhandlungen die einzige Möglichkeit, die Forderungen der Zeitungsverleger nach massiven Einsparungen in den Tarifverträgen und nach einem neuen, um über 25 Prozent abgesenkten Tarifwerk für Berufseinsteiger zurückzuweisen. "Die Verleger planen die dauerhafte Abwertung des Journalistenberufs", kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Dafür stehen wir nicht zur Verfügung."
Zur Vorbereitung und Koordination von Arbeitskämpfen berief der DJV einen Zentralen Aktionsausschuss, dem sieben Zeitungsjournalisten aus mehreren Bundesländern angehören.
Die Tarifverhandlungen für die Zeitschriftenredakteure wurden bereits im April 2010 unterbrochen, nachdem der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger Abstriche vom Tarifniveau gefordert hatte. Die Verhandlungen mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger ruhen seit dem 8. Dezember, weil die Verleger Einbußen im Volumen von 25 bis 30 Prozent verlangt hatten.

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