Auslands-Ressortleiterin der taz tritt zurück

Beate Seel, die Auslands-Ressortleiterin der taz, hat ihr Amt abgegeben. Künftig will sie wieder mehr reisen. Ob ihr Rücktritt auch etwas mit den Honorarkürzungen bei den Auslandskorrespondenten zu tun hat, ist unklar.

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Die 58-jährige Seel ist seit 1979 bei der taz tätig und leitete 20 Jahre lang das Auslandsressort. Offiziell heißt es, sie wolle zunächst nach Turku reisen, danach mache sie sich gen Istanbul auf. "Ich freue mich auf das Neue sehr", sagte sie gegenüber dem taz-blog. Dennoch bleiben Spekulationen offen, dass ihr Rücktritt etwas mit den reduzierten Bezügen der Auslandskorrespondenten zu tun hat. 14 von ihnen erhielten eine Kündigung und sollen mit einem neuen Vertrag bei gleicher Arbeitsleistung bis zu 28 Prozent weniger verdienen.
Diesen Schritt begründete taz-Chefredakteurin Ines Pohl damit, dass die Auslandskorrespondenten sehr unterschiedliche Honorare beziehen: Manche erhalten nur 77 Cent pro Zeile, andere eine monatliche Pauschale auf Basis von 500, 800 oder 1000 Zeilen á 1,50 Euro. Künftig sollen sie eine einheitliche Pauschale bekommen – die ersten 500 Zeilen werden á 1,50 Euro vergütet und jede weitere Zeile soll mit 89 Cent honoriert werden.

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