Uni Leipzig verkleinert Journalistik-Studiengang

Die Uni Leipzig verkleinert offenbar ihren Journalistik-Studiengang. Wie aus einer Information der Abteilung Journalistik zur drohenden Abschaffung der Journalistenausbildung hervorgeht, soll die Kursgröße von 44 auf 20 Plätze jährlich reduziert werden. Zudem ist geplant, eine der beiden bestehenden Professuren in PR umzuwandeln.

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„Die Gewichte von Lehre und Forschung sollen zugunsten von Kommunikationsmanagement/ Public Relations verschoben werden, einer Disziplin, die – v.a. aus Drittmittelgründen – an Partikularinteressen ausgerichtet ist. Diese Gewichtsverschiebung wird weitgehend unter Ausschluss der Vertreter des Fachs Journalistik betrieben“, heißt es in dem Schreiben.
Die vorgesehenen Einschränkungen bei der Journalistenausbildung an der Uni Leipzig bewertet der sächsische Journalistenverband (DJV) als völlig unverständlich. „Der Leipziger Studiengang zählt zu den anerkanntesten in Deutschland und kann auf eine lange Tradition verweisen“, sagte die DJV-Landesvorsitzende Sabine Bachert-Mertz von Quirnheim. „Sollten die bekannt gewordenen Pläne realisiert werden, dann drohen der Ausbildung tiefe Einschnitte. Darunter leidet sowohl der Wissenschaftsstandort Sachsen als auch der Medienstandort Leipzig.“ Der DJV Sachsen werde sich mit den Plänen näher beschäftigen und fordert schon jetzt alle Verantwortlichen auf, sich für die Zukunft einer qualitativ hochwertigen Journalistik-Ausbildung in Leipzig einzusetzen. „Gut ausgebildete Journalistinnen und Journalisten werden gerade jetzt im sich rasant verändernden Medienbereich mehr denn je benötigt“, so die sächsische DJV-Vorsitzende.

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