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Straßburg befasst sich mit Mosleys Sex-Skandal

Ex-Formel-1-Boss Max Mosley ist vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gezogen, um ein strengeres Presserecht in Großbritannien durchzusetzen. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP. Mosleys Anwälte fordern demzufolge einen größeren Schutz der Privatsphäre. Medien sollten dazu verpflichtet werden, vor der Veröffentlichung skandalträchtiger Artikel die Betroffenen zu informieren.

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Mosley hatte im März 2008 für Schlagzeilen gesorgt, als das Boulevardblatt News of the Week von der Existenz eines Videos berichtete, das ihn in Nazi-Uniform bei einer Sex-Orgie zeigte. Der heute 70-Jährige zog daraufhin vor das britische Gericht und forderte, dass die Zeitung ihn vorab über derartige Berichte informieren solle, damit er die Möglichkeit der einstweiligen Verfügung gegen die Veröffentlichung beantragen könne. Die Richter lehnten in der Sache ab, seine Anfechtung gegen den Nazi-Vergleich war hingegen erfolgreich.

Nach Ansicht von Mosley habe die britische Regierung sein Privatleben in dem Fall nicht ausreichend vor der Presse geschützt. Der ehemalige Sportfunktionär erschien am gestrigen Dienstag zur Anhörung in Straßburg. Ein Urteil wird in den kommenden Monaten erwartet.

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