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„N24 Zeitreise“: Aust will’s wieder wissen

Stefan Aust startet heute das neue Format "N24 Zeitreise" und macht damit wieder das, womit seine Karriere begann: Fernsehjournalismus. Der ehemalige Spiegel-Chefredakteur und N24-Mitbesitzer blickt als Moderator und Off-Sprecher in der 55-Minuten-Sendung zurück auf besondere historische Ereignisse und zeigt damit auch ein "Stück eigene Geschichte", wie er MEEDIA sagte. Denn das Filmmaterial stammt teilweise aus seiner Zeit bei Spiegel TV, was sich die Hamburger von ihrem Ex-Chef gut bezahlen ließen.

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"Es ist nicht wenig Geld", sagte Aust über die Kooperation mit der Spiegel-TV-Redaktion, wo er als Geschäftsführer und Chefredakteur tätig war. Über konkrete Beträge über die Materiallieferungen wollte der 64-Jährige aber nicht sprechen. Produziert wird die "N24 Zeitreise" von Austs Firma Agenda Media im virtuellem Studio am Potsdamer Platz in Berlin. Der Schwerpunkt des Formates liegt dabei auf der deutschen Geschichte.
Den Auftakt am heutigen Dienstagabend bilden die Wendejahre. Warum er sich mal wieder für das Thema entschieden hat? "Es ist ein Stück eigener Geschichte", sagt der N24-Gesellschafter. Stefan Aust und sein damaliges Spiegel-TV-Team – darunter der heutige Chefredakteur Georg Mascolo – waren die einzigen, die die Öffnung des Grenzübergangs Bornholmer Straße 1989 mitgedreht haben. In ungefähr zehn Etappen sollen die Jahre 1989 bis 1991 abgehandelt werden, so Aust. Einen starren Themenablauf der Sendung gibt es noch nicht. Fest steht nur, dass es in diesem Jahr 50 Folgen geben soll.
Allerdings ist Austs TV-Comeback erst zu später Stunde zu sehen: Die "N24-Zeitreise" beginnt um 23.05 Uhr – recht nischig, wenn man weiß, dass Aust doch Mitspracherecht am Sendeablauf haben könnte. "Es ist der beste Sendeplatz, den N24 hat. Wir stehen damit nicht in direkter Konkurrenz zu den Öffentlich-rechtlichen", ist sich Aust sicher. Ob er damit den richtigen Riecher hat, wird sich anhand der Quoten zeigen. Zuschauer dürften beim Anblick des Moderators durchaus ein Déjà-vu-Erlebnis haben: Aust macht seine Ansagen wie in besten Zeiten bei Spiegel TV – mit aufgekrempelten Ärmeln, lose sitzender Krawatte und verschränkten Armen.

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