Pressefreiheit: Hombach kritisiert Europarat

WAZ-Chef Bodo Hombach hat sich im Spiegel kritisch über das Engagement des Europarates in Sachen Pressefreiheit geäußert. "Europa verschließt schon lange die Augen davor, dass die Lage der Medien gerade in Südosteuropa katastrophal ist", wird der 58-Jährige zitiert. Nicht nur in Ungarn, wo ein neues Mediengesetz verabschiedet wurde, sei die Pressefreiheit bedroht, vor allem Serbien und Rumänien seien stark betroffen.

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Neben dem Europarat teilt Hombach auch in Richtung OSZE aus. "Auch die OSZE kümmert sich seit Jahren nicht mehr um diese Fragen. Ich finde diesen Zustand deprimierend", so der WAZ-Chef. Der Essener Konzern hält mehrere Zeitungen in Ungarn, darunter die Zalai Hirlap, Vas Népe, Napló sowie das Anzeigenblatt Maraton.
Auf dem serbischen Medienmarkt ist die WAZ Mediengruppe durch ein Joint Venture mit dem Zeitungsverlag Politika AD vertreten. Sie hält noch 50 Prozent an dem Unternehmen, das die Tageszeitung Politika, die Sportzeitung Sportski Zurnal und die wöchentliche Wettzeitung Mix herausbringt, will sich aber in Zukunft aus dem Land zurückziehen.

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