DSDS 2011: sexy Jury trifft nackten Busen

Trällern, Trash, geplatzte Träume: Ab dem heutigen Samstag geht das RTL-Erfolgsformat "Deutschland sucht den Superstar" in die nächste Runde. Am Konzept wird sich kaum etwas ändern, aber dafür hat sich Dieter Bohlen zwei sexy Co-Juroren ins Boot geholt. Neue Regeln sorgen dafür, dass Knackis und Pleitegeier dem Casting fernbleiben. Die Vorführung der Talentlosen bleibt den fremdschämwilligen Zuschauern trotzdem erhalten. MEEDIA zeigt, worauf sich das Publikum in der achten Staffel gefasst machen muss.

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Altes Konzept, neue Regeln
Das Konzept bleibt weitestgehend gleich: Zunächst wird in acht Castingrunden, an denen erstmals Österreicher und Schweizer teilnehmen konnten, eine Auswahl der 35.000 talentierten bis talentfreien Bewerber präsentiert. Es folgen Recall, Liveshow, Mottoshows und am Ende winkt ein Plattenvertrag – allerdings nicht mehr wie zuletzt von Sony Music, sondern von Universal.
Die Bewerbungsregeln hat der Sender indes verschärft. So mussten die "Superstars" in spe, sollten sie in den Recall erreichen, eine aktuelle SCHUFA-Auskunft vorlegen. Gegenüber Bild.de erklärte RTL-Sprecherin Beate Schmiedehausen, dass damit vermieden werden solle, dass Verträge aufgrund eines anhängigen Insolvenzverfahrens unwirksam sein könnten. Auch das polizeiliche Führungszeugnis wollte der Sender sehen, offenbar um einen zweiten Menowin Fröhlich zu vermeiden. Der Vorjahreszweite soll wegen Verstößen gegen seine Bewährungsauflagen demnächst für 313 Tage zurück ins Gefängnis.

Trashy as usual

Auf Trash muss dennoch nicht verzichtet werden, schließlich gehört der zur Show, wie die Sonnenbank zu Dieter Bohlen. Vorab präsentierte RTL bereits eine Kandidatin, die zum Casting ihren Ehemann mitbrachte, obwohl sie eigentlich in den Jury-Chef vernarrt ist. So vernarrt, dass sie ihm und den anderen Juroren ihre mit glänzenden Herzen beklebten Brüste zeigte. Als Wiedergutmachung werde sie ihren Gatten dafür "nach allen Regeln der Kunst" verwöhnen. "Ich habe nämlich ein Kamasutra-Buch studiert. Da gibt es ganz viele Stellungen, die man machen kann", erklärte sie vor der Kamera. Eine Drag-Queen und eine Kandidatin im Teufelskostüm, die „unbedingt auffallen“ will, werden ebenfalls dabei sein.

Auch altbekannte Gesichter aus dem DSDS-Skurrilitätenkabinett sind wieder da. Neben Dauerkandidat Menderes Bagci kehrt in diesem Jahr auch Andreas „Wickeeeed“ Gerlich zurück vor das Jury-Pult. Der Autogrammsammler ging mit seiner schrägen Scooter-Performance in der vergangenen Staffel als "Alfi Hartkor" in die Castinggeschichte ein.

"Der Optik-Faktor"

"Patrick sieht super aus und Fernanda ist eine Hammer-Braut, würde man so sagen, da wird der Optik-Faktor dieses Mal wirklich viel, viel höher werden, als es früher war", verkündete Bohlen im Vorfeld. Das Jury-Karussel hat sich mal wieder gedreht und reichlich Sexappeal hinter das Pult gewirbelt. Neben dem Poptitan nehmen diesmal der schweizer Schönling Patrick Nuo und die Brasilianerin Fernanda Brandao Platz, mit deren Copacabana-Kurven RTL schon vorab ordentlich für die Staffel warb. Inwieweit die 27-Jährige auch mit musikalischer Kompetenz aufwarten kann, wird sich zeigen. Für vier Jahre war Brandao Teil des Latino-Pop-Trios "Hot Banditoz", deren größter Erfolg in dem Nummer-drei-Hit "Veo Veo" bestand.
Der "Optik-Faktor" spielt auch bei den Kandidaten eine Rolle: Für den "heißen Recall" (RTL) geht es in diesem Jahr auf die Malediven. Hier dürfen sich die DSDS-Zuschauer also – wie schon im vergangenen Jahr – auf Zeitlupenaufnahmen knapp bekleideter Bikini-Mädchen freuen.

Inszenierung der Jury
Zu vermuten ist, dass es in diesem Jahr insgesamt eine stärkere Einbindung der Jury geben wird, wie sie schon beim "Supertalent" zu beobachten war. Beim RTL-Quotenhit wurden die Juroren in der vergangenen Staffel zunehmend Teil der Bühnenperformance. Mal musste sich Sylvie van der Vaart hypnotisieren lassen, mal wurden auf den Jury-Körperteilen Gurken mit einem Schwert zerteilt. Das wird man bei DSDS nicht erleben dürfen, doch dafür womöglich die Premiere einer Liebesgeschichte zwischen Preisrichterin und Kandidat. Im Interview mit "RTL exclusiv" kündigte Neu-Jurorin Brandao an: "Wenn jetzt ein Junge dasteht, der mich ganz toll findet – ich bin ja Solo – vielleicht finde ich ihn ja auch ganz toll. Und vielleicht ergibt sich die große Liebe – wer weiß." Man darf also gespannt sein, bei welchem Kandidaten die Regie die animierten Comic-Herzchen vor den Augen der schönen Brasilianerin aufblinken lässt.

Die Gewinner
Brandao wünscht sich, dass eine Frau gewinnt und Bohlen will keine Abziehbilder, die genau so sind wie Robbie Williams. Eher erfüllen dürfte sich wohl der Wunsch des Jury-Vaters, denn jemanden vom Kaliber des britischen Popstars hat DSDS ohnehin noch nie gefunden. Eine Frau hat es hingegen seit Elli Erl (2. Staffel) nicht auf den Castingthron geschafft.
Ein Gewinner steht hingegen bereits fest: Der Bertelsmann-Konzern. Das crossmediale Vorzeigebeispiel ist die Cashcow, die vom Telefonanruf bis zum Begleitmagazin auf allen Kanälen gemolken wird. Erst wird das Format von der Bertelsmann-Firma Grundy Light Entertainment produziert und dann an den hauseigenen Sender RTL weitergegeben. Highlights der Show werden im Anschluss auf dem RTL-Portal clipfish.de gezeigt und noch einmal für Sendungen à la "Die 10 emotionalsten DSDS-Momente" aufbereitet. Die weltweiten Lizenzrechte am Ur-Format "Pop Idol", das in über 40 Ländern läuft, hält das Medienhaus mittlerweile mit seiner Tochter Fremantle Media.

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