Kampagne für inhaftierte BamS-Reporter

Verleger- und Journalistenverbände starten eine gemeinsame Kampagne zur Freilassung der im Iran inhaftierten Journalisten. Am Sonntag erklärten in der Bild am Sonntag bereits hunderte Prominente ihre Solidarität für die beiden im Iran inhaftierten BamS-Reporter. Jetzt legt eine große Verbands-Allianz nach. Claim der Kampagne: "Freiheit für die beiden im Iran inhaftierten deutschen Reporter!". Die Anzeigen erscheinen ab dem 9. Januar in fast allen wichtigen deutschen Zeitungen und Zeitschriften.

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So wird das Motiv bereits am Sonntag von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der Bild am Sonntag und der Welt am Sonntag gedruckt. In den kommenden Wochen wollen unter anderem Spiegel, Focus, FAZ, SZ und die Wirtschaftwoche die Anzeigen kostenfrei veröffentlichen.

In dem Text zur Anzeige heißt es: "Wir appellieren, auch im Namen der Familien und der Freunde der Reporter, an die Regierung des Iran, die beiden Journalisten sofort freizulassen. Wahrheitssuche ist kein Verbrechen. Journalistische Neugier ist die Grundlage der Pressefreiheit. Pressefreiheit ist der Gradmesser der Freiheit."

Die Initiative wurde vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) ins Leben gerufen. Unterstützt wird sie vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV), der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju/ver.di) sowie der Organisation "Reporter ohne Grenzen" (ROG).

"Die beiden Journalisten haben sich in Ausübung ihres Berufs und im Einsatz für eine freie Berichterstattung im Iran aufgehalten. Wir fordern ihre sofortige Freilassung und damit Beachtung und Respekt vor den Grundsätzen der Pressefreiheit", kommentiert VDZ-Präsident Hubert Burda.

Der DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken pflichtet dem Verleger bei: "Die iranischen Behörden haben kein Recht, die beiden Kollegen nun schon seit Monaten festzuhalten. Wir fordern von der iranischen Regierung: Beenden Sie die Willkür sofort und lassen Sie die beiden Journalisten frei!"

Die beiden Reporter wurden am 10. Oktober 2010 während eines Interviews im Iran verhaftet. Die Journalisten wollten den Sohn der wegen Ehebruchs zum Tode verurteilten Sakine Mohammadi Aschtiani interviewen. Allerdings reisten sie nur mit einem Touristen-, statt des geforderten Journalisten-Visums in den Iran. Selbst die Vermittlungsversuche der Bundesregierung konnten bislang nichts erreichen.

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