Burda gibt Verlags-Anteile an Kinder ab

Kurz vor Weihnachten übergab Heinz Bauer weite Teile seiner Verlagsanteile an seine Tochter Yvonne. Wie jetzt erst bekannt wird, regelte zeitgleich auch Hubert Burda seine Nachfolge. Im Zuge einer vorweggenommenen Erbfolge trat der Verleger jeweils 20 Prozent seines Gesellschaftsanteils an der Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft an seine beiden Kinder Jacob Burda (20) und Elisabeth Burda (18) ab. Zudem bleibt der Verleger persönlich haftender Gesellschafter.

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Der Zeitpunkt der Anteilsüberschreibung überrascht. Nicht aber der Fakt als solcher. Bereits vor gut einem Jahr hatte der Verleger im Spiegel bekannt gegeben, dass seine beiden Kinder den Verlag übernehmen sollen. Bis dahin soll Paul-Bernhard Kallen die Geschicke des Medienhauses lenken. Heißt: Der Vorstandsvorsitzender ist so gesehen nur eine Übergangslösung. "Beide Kinder erben mit 27 Jahren und haben den festen Willen, ins Unternehmen einzutreten", sagte Burda dem Spiegel, dessen Kinder 18 und 20 sind. "Für mich war klar, dass 10, 15 Jahre zu überbrücken sind."
Die Verlagsübergabe bei Bauer lief allerdings im Detail doch völlig anders ab als nun bei Burda. Bei Bauer erbte mit Yvonne nur eine von vier Töchtern den gesamten Verlag. Sie bekam 85 Prozent der Anteile. Die anderen drei Schwestern mussten sich mit jeweils fünf Prozent zufrieden geben.
Unklar ist zurzeit noch, ob die beiden Burda-Kinder letztendlich jeweils gleiche Anteile an dem Verlagshaus halten werden oder ob ihr Vater ein Kind vorziehen und es mit einer derartigen Mehrheit ausstatten wird, dass es alleine und unabhängig entscheiden kann.

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