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sternTV’s Liebeserklärung an Günther Jauch

Was sich die "stern TV"-Redaktion für ihren Moderator überlegt hatte, das war keine gewöhnliche Abschiedssendung. Vielmehr eine Liebeserklärung an Jauch. Der hatte sich wie gewohnt auf "stern TV" vorbereitet. Was er nicht wusste: Die Sendung wurde kurzerhand von den Kollegen Atze Schröder, Thorsten Schorn und Oliver Pocher übernommen. Was zur Bertriebsfeier hätte ausarten können, war eine spannende, liebevolle Show, bei der auch kleine Details aus Jauchs Berufsleben ans Licht kamen.

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Mit seinen Emotionen konnte Günther Jauch noch nie hinterm Berg halten. Wenn eine Studio-Aktion mal nicht so funktionieren wollte, wie ursprünglich geplant, sahen die Zuschauer ihm seinen Frust sofort an. Und so war er am gestrigen Abend auch reichlich baff, als ein als Günther Jauch verkleideter Atze Schröder unangekündigt das Studio betrat . “Keine Sau hat mir was gesagt”, gibt er offen zu.

Zwei Jahrzehnte Brausebonbons und Schreibmaschine
Schröders Auftritt war die Retourkutsche für eine Sendung, in der Jauch als Atze Schröder verkleidet das Studio betrat. Was dann kam, war keine Sendung mit Jauch, sondern eine Sendung über 21 Jahre Jauch – mit grauseligen Kurzhaarfrisuren, schlecht sitzenden Sakkos, unsäglichen Krawatten und jeder Menge Pleiten, Pech und Pannen im Live-Geschehen.

Was schnell zum Insider-Gag für die "stern TV"-Redaktion hätte ausarten können, blieb für die Zuschauer trotzdem unterhaltsam und spannend. Die erfuhren so einige neue Details aus dem Berufsleben des beliebten Moderators. So nutzt Jauch immer noch eine Schreibmaschine, um seine Moderationskarten vorzubereiten. Wir erfahren, dass er regelrecht süchtig nach Brausebonbons ist. Und dass er seit Jahr und Tag vergeblich gegen das kreative Chaos seiner geschätzten Kollegen und seines Chefredakteurs Andreas Zaik ankämpft, der ihn liebevoll als “kreativen Funkbeamten” tituliert. 

"Für Dich soll’s rote Rosen regnen"
Mit viel Liebe zum Detail hat Jauchs Redaktion in den Archiven gewühlt und dabei Kurzweiliges und Packendes aus über zwei Jahrzehnten Fernsehgeschichte zusammengetragen. Und weil es sich der Moderator in all den Jahren nicht nehmen ließ, beim Warm-Up mit dem Publikum die erste Zuschauerreihe nach weißen Tennissocken zu durchforsten, überraschten ihn seine Mitarbeiter am Ende der Sendung mit einer Persiflage von Hildegard Knefs “Für mich soll’s rote Rosen regnen” und trällern “Für Dich soll’s weiße Socken regnen”. Die Abmoderation mit einem Stapel Leserpost in den Händen übernahm dieses Mal sein Nachfolger Steffen Hallaschka, der seinem Vorgänger recht ähnlich sieht. Bis auf die Tatsache, dass er noch größer und noch schlaksiger daherkommt.

Trotz aller Routine schien Jauch zum Schluss sichtlich gerührt und erklärte mit dünner Stimme: “Danke.” Seine Verabschiedung “Ich bin ja nich aus der Welt” klingt da eher wie “Nicht weinen. Die Mama ist nicht lange weg. Bin doch bald wieder da.”

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