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Wikileaks-Spiegel gigantischer Kioskerfolg

Nun liegen die offiziellen Verkaufszahlen der IVW vor: Die Spiegel-Ausgabe 48/2010 mit den jüngsten Wikileaks-Enthüllungen über geheime Berichte des US-Außenministeriums hat sich am Kiosk so gut verkauft wie kein anderer Spiegel ohne DVD-Beilage seit fast fünf Jahren. 481.355 mal ging das Heft im Einzelverkauf über die Ladentische, Seit Ende 2005 gab es nur eine Ausgabe ohne DVD, die über diesem Wert lag: Nummer 5/2006 mit 533.106 Einzelverkäufen.

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Seit dieser Ausgabe 5/2006 mit dem Titelthema "Die Heilkraft der Bewegung – Wie Sport hilft, Krankheiten zu besiegen" gab es zwar noch acht weitere Spiegel-Hefte mit mehr als 481.335 Einzelverkäufen, doch denen lag jeweils eine DVD bei. Solche Spiegel-Ausgaben mit DVD verkaufen sich traditionell deutlich besser als Hefte ohne DVD. Insgesamt, also mit Abos, sonstigen Verkäufen, etc. verzeichnete der Verlag für die Wikileaks-Ausgabe laut IVW 1.113.981 Verkäufe und damit den besten Wert seit über einem Jahr – DVD-Ausgaben mitgerechnet.

Im Vergleich zum Vorwochen-Spiegel 47/2010, der mit Joseph Goebbels als Titelfigur und einer DVD schon auf starke 379.275 Einzelverkäufe kaum, verbesserte das Wikileaks-Heft die Zahlen also noch einmal um mehr als 100.000. Kein Wunder also, dass der Verlag Hefte nachdrucken ließ und der Enthüllungs-Spiegel vielerorts ausverkauft war. An historische Rekordmarken kommt er allerdings natürlich nicht heran: Der meistverkaufte Spiegel seit Einführung der IVW-Heftauflagen im Jahr 1996 bleibt womöglich für alle Zeiten die Nummer 38/2001 zu den 9/11-Terror-Anschlägen, die allein im Einzelverkauf am Kiosk 894.095 mal ihren Besitzer wechselte.

Bitter sind die Zahlen des Spiegels für den Konkurrenten Focus: In der gleichen Woche 48/2010 fiel man dort nämlich mit einem Einzelverkauf von 84.225 auf einen der zehn schlechtesten Werte aller bisherigen Zeiten. Kein Focus verkaufte sich seit fast einem Jahr so schwach wie Heft 48/2010 mit dem Titelthema "Prima Klima! – Umdenken: Die globale Erwärmung ist gut für uns". Zudem betrug der Abstand zwischen Spiegel und Focus in der entsprechenden Woche damit fast 400.000 Einzelverkäufe. Der Stern knackte in dieser wichtigen Auflagenkategorie mit seiner Ausgabe 48/2010 immerhin die 300.000er-Marke: Mit dem Auftakt der neuen Serie "Die heiligen Schriften" auf dem Titel fand sie 316.789 Abnehmer.

Alle Heftauflagen von Spiegel, Stern und Focus können Sie jederzeit mit unserem Cover-Check-Tool recherchieren.

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