Anzeige

Was Facebook mit 500 Mio. anfangen könnte

Natürlich war die Finanzierungsrunde für Facebook ein hartes Stück Arbeit. Doch für jemand, der gerade viel Geld bekommen hat, stellt sich die Frage: Was mache ich damit? Spare ich es? Geh ich damit einkaufen? Oder lege ich es lieber so an, dass ich damit noch mehr Geld mache? Facebook hat in seiner jüngsten Finanzierungsrunde 500 Millionen Dollar eingesackt. Was könnte das Social Network, das jetzt 50 Milliarden Dollar wert sein soll, damit anstellen? Wir haben die Spekulationen der Branche zusammengetragen.

Anzeige

Think big!
Wer Großes leisten will, sollte auch in großen Dimensionen denken. Wie TechCrunch Anfang des Jahres berichtete, interessiert sich Facebook für den Sun Microsystems Campus in Menlo Park, Kalifornien. Solch eine Immobilie dürfte nicht allzu billig zu haben sein. Derzeit haust das Unternehmen noch auf rund 14.000 Quadratmetern. Bei den enormen Wachstumsraten und den vielen Stellen, die besetzt werden müssen, wäre ein neuer, größerer Firmenstandort nur sinnvoll.

Shoppen, Shoppen, Shoppen
Wer Geld hat, will es auch ausgeben. Was liegt da also näher, als andere Firmen aufzukaufen? Foursquare, derzeit der ernstzunehmendste Konkurrent für Facebook Places, war Mitte letzten Jahres rund 100 Millionen Dollar wert. Warum also nicht das Unternehmen aufkaufen und den technischen Fortschritt, den Foursquare aufgebaut hat, nutzen?

Ein Börsengang kostet Geld
Warum eine seriöse Bank wie Goldman Sachs einsteigt, hat einen Grund. Man spekuliert auf einen furiosen Börsengang. Und der funktioniert nicht mal eben von heute auf morgen. Unter Umständen muss das Unternehmen wirtschaftsrechtlich neu strukturiert und die Interessen der Anteilseigner, des Verwaltungsrat und anderer Gremien müssen geordnet werden. Das würde im Falle von Facebook horrende Summen verschlingen. Auch die Börsenzulassung kostet, und das Unternehmen muss genauestens geprüft werden. All das kostet viel, viel Geld. Mit der jüngst verabreichten Finanzspritze wäre das kein Problem.

Frisches Personal für frische Ideen
Facebook spielt bewertungstechnisch in einer Liga mit Unternehmen wie Ebay oder Yahoo, hat aber nur einen Bruchteil der Mitarbeiter. Laut Mashable zwischen 1500 und 2000 Angestellte. Falls das Social Network tatsächlich in großem Stil konkurrenzfähig sein will und sich Konzerne wie Google und andere Silicon-Valley-Größen vorknöpfen will, müsse es auch seine Belegschaft aufstocken. Und das kostet Geld.

Anteile zurückkaufen
Wer unter anderem in Facebook investiert, hat die Financial Times aufgeschrieben. Mashable vermutet, dass Facebook mit dem neuen Geld alte Anteile von Teilhabern zurückkaufen will. Einen kontrollierten Rückkauf habe es auch nach der letzten Finanzierungsrunde gegeben.

Neue Geschäftsfelder pushen
Viel wurde gemunkelt über Facebooks angebliches Gmail-Killer-Feature. Mark Zuckerberg stellte im vergangenen Jahr dann persönlich "Facebook-Mail" vor. Ein Dienst, der Benachrichtungen aus Facebook, anderen Mail-Konten, Instant Messengern und SMS sammelt. Klingt komfortabel, ist vermutlich aber auch unverschämt teuer für Facebook. Denn solch ein Service dürfte Serverressourcen verschlingen wie ein ausgemagerter Grizzly kurz vor dem Winterschlaf.

Eigene Gadgets eintüten
Mit dem iPad steht Zuckerberg ja bekanntlich auf dem Kriegsfuß. Wären also eigene mobile Gadgets denkbar? Ein Messenger, der mich unterwegs mit Facebook-Freunden in Kontakt bleiben lässt? Oder ein Exklusiv-Vertrag mit Smartphone-Hersteller HTC und einem Mobilfunkanbieter mit der Möglichkeit, Facebook-Kontakte kostenlos anzrufen? Bislang nicht mehr als Zukunftsgewäsch. Allerdings ein sehr lukratives Gewäsch.

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige