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Das Zuschauer-Ranking der „Tatort“-Ermittler

Der "Tatort" hat derzeit einen Lauf wie seit vielen Jahren nicht mehr. Sechs der neuesten acht Krimis kletterten über die 9-Mio.-Zuschauer-Marke, fast alle Ermittler stellen Quotenrekorde auf. So erzielte Lena Odenthal am Sonntag ihre beste Zuschauerzahl seit acht Jahren. MEEDIA hat sämtliche "Tatort"-Quoten der vergangenen zwei Jahre ausgewertet und zeigt, welche Ermittler am meisten vom "Tatort"-Boom profitieren. Ergebnis: Die Münsteraner führen weiter, die Münchner machen den größten Sprung.

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Durchschnittlich 9,93 Mio. Leute haben die vier "Tatorte" der Münsteraner Ermittler Thiel und Boerne gesehen, die im Wertungszeitraum Januar 2009 bis Januar 2011 zu sehen waren. Damit baut das Duo Axel Prahl und Jan-Josef Liefers seinen Vorsprung sogar noch aus, denn Charlotte Lindholm verlor in den vergangenen drei Monaten leicht. Lag sie in unserer bisher letzten "Tatort"-Auswertung im Oktober noch bei einem Durchschnitt von 9,24 Mio., sind es nun noch 9,13 Mio. Grund: Ihr neuester Fall lag im Oktober mit 8,85 Mio. Sehern unter ihren Normalwerten.

Beinahe hätte sich Maria Furtwängler alias Charlotte Lindholm sogar mit dem dritten Platz zufrieden geben müssen, denn die Kölner Veteranen Ballauf und Schenk verbesserten sich von 8,87 Mio. auf 9,12 Mio. Noch deutlicher zulegen konnten die beiden anderen "Tatort"-Veteranen: Batic und Leitmayr aus München. Dank 9,89 Mio. Sehern im November und 9,68 Mio. im Dezember machten sie einen Sprung von 7,81 Mio. auf 8,32 Mio. und einen Satz von Rang 11 auf 8.

Ohne den Neuzugang Felix Murot lägen die Münchner noch einen Platz weiter vorn, doch Ulrich Tukur stieg mit seiner "Tatort"-Premiere vorerst auf Rang 4 ein: 8,72 Mio. sahen den Fall des Wiesbadener BKA-Ermittlers. Der HR profitierte allerdings davon, dass unser Wertungszeitraum 24 Monate umfasst. Unter den acht neuesten "Tatorten" landete Tukur/Murot nämlich nur auf dem vorletzten Platz. Zu den Absteigern gehören bei den Platzierungen die Bremer Kommissare Lürsen und Stedefreund. Sie haben den Nachteil, dass in der Boomphase der vergangenen Monate kein neuer Fall ausgestrahlt wurde, ihr aktuellster "Tatort" stammt aus dem Mai 2010. Von den derzeit so starken Zuschauerzahlen konnten sie daher nicht profitieren, ihre Zuschauerzahl von 8,29 Mio., die im Oktober noch für den vierten Platz reichte, bringt sie diesmal nur noch auf Rang 9. Im Februar kann sich das wieder ändern – dann läuft der nächste Lürsen-"Tatort".

Nach absoluten Zuschauerzahlen gerechnet gibt es im Vergleich zum Oktober drei Verlierer: Neben der bereits erwähnten Charlotte Lindholm verschlechterten sich auch die Konstanzer Ermittler Blum und Perlmann, sowie der Hamburger Batu. Er ist damit noch eindeutiger der unbeliebteste "Tatort"-Ermittler der Gegenwart als beim letzten Mal. Der Abstand auf den ORF-Inspektor Eisner beträgt inzwischen 350.000 Zuschauer.

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