Henryk M. Broder wechselt zur Welt-Gruppe

Der bekannte Publizist Henryk M. Broder ist von der Spiegel-Gruppe zu Springers Welt-Gruppe gewechselt. Wie Welt-Chefredakteur Jan-Eric Peters in der Weihnachtsausgabe der Welt am Sonntag verkündete, wird Broder exklusiv für die Titel der Welt-Gruppe schreiben. Seit 1995 stand er für Spiegel und Spiegel Online unter Vertrag. Broder wurde bereits vielfach ausgezeichnet, musste sich aber auch wegen umstrittener Äußerungen vor Gericht verantworten. Sein erstes Welt-Stück ist eine Guttenberg-Satire.

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Broders Leib- und Magen-Themen sind Antisemitismus, das Verhältnis der Deutschen zu Israel sowie eine sehr pointiert und bisweilen polemisch vorgetragene Islamkritik. Sein Interesse an den Themen liegt gewiss auch in seiner Biografie begründet. Beide Eltern Broders waren Überlebende von Konzentrationslagern Nazi-Deutschlands.

Zusammen mit einigen anderen Publizisten betreibt Broder zudem die Website “Die Achse des Guten”, wo er Kommentare zur Tagespolitik schreibt. Seine publizistische Bühne waren in den vergangenen Jahren vor allem der Spiegel, Spiegel Online und der Berliner Tagesspiegel. Jetzt hat er einen Exklusiv-Vertrag mit der Welt-Gruppe geschlossen, schreibt also künftig für Welt, Welt am Sonntag, Welt Kompakt und Welt Online. Sein erster Text für die Weihnachts-WamS war die Beschreibung einer fiktiven Tafelrunde der Monarchen zu Guttenberg inklusive Prinzessin Lena, dem bösen Onkel  Sarrazin, der beschwipsten Hofdame Käßmann und Wetterfrosch Kachelmann. Eine typische Broder-Satire eben.

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