NDR weist Kritik an Tagesschau-App zurück

Die Vorsitzende des NDR Rundfunkrates, Dagmar Gräfin Kerssenbrock, hat die Kritik von BDZV und VDZ an der Einführung der Tagesschau-App zurückgewiesen. "Wenn Vertreter der Verlegerverbände wider besseres Wissen behaupten, dies sei rechtswidrig, dann ist dies ganz offensichtlich interessengeleitete Stimmungsmache, der auch die EU-Kommission vor einigen Monaten in einer Anfrage von Frau Koch-Mehrin eine Absage erteilt hat", wird Gräfin Kerssenbrock zitiert.

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"Sowohl die Gremien als auch Gutachter und nicht zuletzt die Rechtsaufsicht haben eindeutig festgestellt, dass eine technische Anwendung wie die Tagesschau-App den gesetzlichen Vorgaben entspricht," heißt es weiter in der Stellungnahme.
Die Tagesschau-App trage ferner dem Gebot der Technikneutralität Rechnung: "Die Gebührenzahler können die Tagesschau auf dem technischen Weg empfangen, den sie für ihre persönlichen Bedürfnisse gewählt haben. Dies kommt auch in den Diskussionsforen im Internet zum Ausdruck, in denen die Tagesschau-App sehr positiv bewertet und weiterempfohlen wird."
VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner hatte zuvor von einer "offenkundigen Wettbewerbsverzerrung", die aus dem "Gebührentopf" gespeist wird und so "das junge Geschäft der Verleger mit Apps, die damit Geld verdienen müssen, beeinträchtigen", gesprochen. Die Verleger halten das neue mobile Tagesschau-Angebot für rechtswidrig, "weil ihre Informationsmenge und -struktur die Grenzen der Sendungsbezogenheit deutlich überschritten" würden.

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