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Wall Street: Apple Top, Microsoft Flop

Das Börsenjahr 2010 geht auf die Zielgerade – Zeit für eine Performance-Bilanz der größten nationalen und internationalen Technologie-Unternehmen. An der Wall Street ganz vorne dabei: iPhone-Hersteller Apple, der mit der Einführung des iPad ein weiteres Erfolgsjahr verzeichnete. Federn lassen musste dagegen die alte Garde der Tech-Branche: Aktionäre von Microsoft, Hewlett-Packard, Cisco und Research in Motion (RIM) zahlten im Börsenjahr 2010 drauf.

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Das Börsenjahr 2010 geht auf die Zielgerade – Zeit für eine Performance-Bilanz der größten nationalen und internationalen Technologie-Unternehmen.  An der Wall Street ganz vorne dabei: iPhone-Hersteller Apple, der mit der Einführung des iPad ein weiteres Erfolgsjahr verzeichnete. Federn lassen musste dagegen die alte Garde der Tech-Branche: Aktionäre von Microsoft, Hewlett-Packard, Cisco und Research in Motion (RIM) zahlten im Börsenjahr 2010 drauf.

Technologie-Gewinner

3. IBM: + 11 Prozent

Solide Milliardengewinne Jahr für Jahr: Dafür steht Technologiepionier IBM.  Im 114. Jahr des Bestehens legte das Dow Jones-Mitglied genauso viel zu wie der Vergleichsindex: 11 Prozent seit Januar.

2. Oracle + 29 Prozent

Larry Ellison ist vermutlich nicht nur einer der selbstbewusstesten Manager der Technologiebranche – sondern auch der reichste amtierende CEO eines Tech-Konzerns. Stattliche 28 Milliarden Dollar beträgt das Vermögen des Oracle-Vorstands heute – dank einer Kurssteigerung von 29 Prozent der Oracle-Aktie kamen im Börsenjahr 2010 allein 8 Milliarden hinzu.

1. Apple: + 55 Prozent

Den Vortritt nach der Kurssteigerung muss Ellison seinem Freund und Silicon Valley-Weggefährten Steve Jobs lassen, der erneut auf ein sehr erfolgreiches Börsenjahr zurückblickt: Um 55 Prozent legte die Apple-Aktie 2010 zu. Angesichts der erfolgreichsten Produkteinführung in der Technologie-Geschichte mit dem iPad Debüt und Rekordquartal nach Rekordquartal erscheint höchstens das moderate Ausmaß des Kurszuwachses verwunderlich.


Technologie-Verlierer

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5. Microsoft – 8 Prozent

Die Zeche für Apples Rekordjahr musste gleich eine Reihe von Technologie-Pionieren zahlen, in deren Kerngeschäft der iPhone-, iPad, iPod- und Macintosh-Hersteller immer weiter vordrang. Der auffälligste, wenngleich prozentual nicht größte Verlierer der Technologiebranche dürfte daher 2010 Microsoft heißen. Erstmals nach Jahrzehnten der Vorherrschaft an der Wall Street musste der Redmonder Software-Pionier Apple nach Börsenwert im Mai vorbeiziehen lassen – und sah seitdem nur noch die Rücklichter. Zwar werfen Windows und die Office-Programme weiter Milliarden ab, doch es fehlt bis heute die Antwort auf Apples gigantische Produktoffensive der vergangenen Jahre.

4. Nokia: – 13 Prozent

Zunehmend den Einfluss von Apples Verkaufserfolg auf dem Smartphone-Markt bekommt auch der Handy-Pionier Nokia zu spüren. Zwar verkaufen die Finnen weiterhin stückzahlmäßig mit Abstand die meisten Handys – den Löwenanteil der Profite der gesamten Branche streicht indes iPhone-Hersteller Apple ein, den nicht mal das „Antennagate“ im Juli stoppen konnte. Den Turnaround schaffen soll nun ausgerechnet der ehemalige Microsoft-Manager Stephen Elop, der Ende September als neuer CEO vorgestellt wurde.

3. RIM: – 14 Prozent

Ebenfalls vom iPhone-Boom getroffen scheint der Blackberry- Hersteller Research in Motion. Zumindest an der Wall Street, wo die RIM-Aktie um 14 Prozent durchgereicht wurde, zwischenzeitlich aber sogar schon um 30 Prozent  hintengelegen hatte. Operativ stehen die Vorzeichen im kanadischen Waterloo weiter auf Wachstum: Quartal für Quartal legten Gewinne und Umsätze in 2010 zweistellig zu. Aktionäre wetten indes wohl darauf, dass dieser Trend angesichts der zunehmenden Konkurrenz auf dem Smartphone-Markt, der ebenfalls gehörig durch Googles Betriebssystem Android aufgemischt wird, nicht ewig anhalten kann.

2. Cisco: – 15 Prozent

Einen Absturz erster Güte musste das einst wertvollste Unternehmen der Welt hinnehmen: Zehn Jahre nach der kurzen Zeit auf dem Börsen-Olymp ist der Netzwerkhersteller Cisco nur noch rund ein Viertel der Höchstkurse von 2000 wert, obwohl der an der Nasdaq gelistete Tech-Pionier heute viel mehr  verdient als vor einer Dekade. Börsianern  war das gerade im letzten Quartal trotzdem zu wenig,  und sie straften die Aktie mit einem Kurssturz von 20 Prozent ab, der die gesamte Bilanz des Börsenjahres 2010 ruiniert.

1: Hewlett-Packard: – 18 Prozent

Ruiniert auf etwas andere Art wurden die Aktionäre des Druckerherstellers und IT-Dienstleisters HP. Der Rücktritt des überaus erfolgreichen CEOs Mark Hurd nach einer bis heute nicht ganz geklärten Affäre brachte das Dow Jones-Mitglied schwer ins Straucheln. Nach dem Ende der Demission, auf die  der frühere SAP-CEO Leo Apotheker folgte, blieb ein zweistelliges Minus hängen, von dem sich die HP-Aktie bis Jahresende nicht mehr  erholte – Aktionäre zahlten 18 Prozent drauf.

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