Beckham-Streit: InTouch soll 19 Mio. zahlen

Das könnte teuer werden: In einem schon seit Monaten schwelenden Rechtsstreit mit dem englischen Fußballstar David Beckham ist das People-Magazin InTouch jetzt vom Hamburger Landgericht verdonnert worden, in der nächsten Ausgabe eine Gegendarstellung auf dem Titel zu drucken. Das berichtet das Hamburger Abendblatt. Es geht um eine Story, die dem Kicker eine Affäre mit einem Callgirl unterstellt. Beckham bestreitet dies und fordert 25 Millionen Dollar (knapp 19 Mio. Euro) Entschädigung.

Anzeige

Die Summe fällt deshalb so hoch aus, weil der Artikel zuvor auch in der hochauflagigen US-Ausgabe von InTouch erschienen war. Das amerikanische Magazin gehört ebenfalls Bauer. In Deutschland lässt sich Beckham vom Hamburger Medienanwalt Matthias Prinz vertreten, der in der Vergangenheit für bereits mehrfach hohe Summen für Prominente erstritten.

Der Fußballstar hatte Bauer Anfang Okotber auch in Deutschland verklagt. Vor dem Landgericht Köln erwirkte er zunächst eine einstweilige Verfügung gegen einen Artikel der US-Ausgabe, in dem das Magazin im September über eine vermeintliche Affäre Beckhams mit einer Prostituierten berichtet hatte. Beckham hatte zuvor den Bauer-Verlag beim Obersten Gericht in Los Angeles rechtlich belangt. Angeblich fordern seine amerikanischen Anwälte mindestens 25 Millionen Dollar als Schadensersatz. Gegen einen ähnlichen Bericht in der deutschen Ausgabe von InTouch Anwalt Matthias Prinz vorgegangen. Dieser plant offenbar, den deutschen Verlag auch vor das US-Gericht zu stellen, weil er dort eine höhere Summe für seinen Mandanten herausholen kann.

"Exklusiv Sex-Skandal! Mehrfach soll David mit diesem Luxus-Callgirl geschlafen haben. Was wird Victoria dazu sagen?", titelte die deutsche InTouch im September. "Die Geschichte stimmt nicht", erklärte Anwalt Prinz gegenüber dem Kontakter. "Das hätte der Bauer-Verlag mit ein wenig Recherche leicht feststellen können."

Anwälte des Bauer-Verlages entgegneten seinerzeit jedoch in der SZ: "Nach unserer Kenntnis sind die in Rede stehenden Vorwürfe nachweislich zutreffend." Hierauf komme es aber "nicht einmal an", denn das Blatt habe "lediglich berichterstattenswerte und allseits diskutierte Äußerungen Dritter hinterfragt und sich dabei klar von diesen distanziert".

Laut Aussage des Callgirls, das mit der amerikanischen InTouch über die angeblichen Liebesdienste gesprochen hatte, habe Beckham ihr 15.000 Dollar bezahlt. In dem Magazin äußerten sich auch die Manager des Kickers. Sie wurden mit den Worten zitiert, dass "alles erstunken und erlogen" oder "frei erfunden und total falsch" sei. Dennoch war die Geschichte erschienen. Nun geht es um weit mehr als 15.000 Dollar…

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige