Twitter schon mehr wert als New York Times

Kurz vor Jahresende explodieren noch einmal die Bewertungen: Nachdem der Mikroblogging-Dienst Twitter vor wenigen Monaten erstmals mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet wurde, sind es heute schon fast vier. Das zumindest wurde der jüngsten Finanzierungsrunde zugrunde gelegt: 200 Millionen Dollar sammelt Twitter noch einmal vom Venture Capitalist Kleiner Perkins ein. Angesichts vergleichbarer Exit-Strategien könnte der Preis für eine Übernahme damit bereits auf 8 Milliarden Dollar emporschießen.

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Kurz vor Jahresende explodieren noch einmal die Bewertungen: Nachdem der Mikroblogging-Dienst Twitter vor wenigen Monaten erstmals mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet wurde, sind es heute schon fast vier. Das zumindest wurde der jüngsten Finanzierungsrunde zugrunde gelegt: 200 Millionen Dollar sammelt Twitter noch einmal vom Venture Capitalist Kleiner Perkins ein. Angesichts vergleichbarer Exit-Strategien könnte der Preis für eine Übernahme damit bereits auf 8 Milliarden Dollar emporschießen.

Weihnachten kommt für Internet-Unternehmer dieses Jahr einige Tage früher: Erst der enorm erfolgreiche Börsengang des russischen Internet-Konglomerats Mail.ru, der Investoren binnen weniger Tage eine schnelle Wertsteigerung von 50 Prozent bescherte. Dann das Google-Gebot für den Schnäppchenanbieter Groupon, dessen Wert zwei Jahre nach der Gründung damit auf enorme 6 Milliarden Dollar in die Höhe schoss.

Und nun der Mikroblogging-Dienst Twitter, der in einer erneuten Finanzierungsrunde seinen Firmenwert mal eben verdoppeln konnte – und das binnen sechs Wochen. Anfang November erst wurde Twitters Bewertung auf knapp 1,6 Milliarden Dollar taxiert – nach der Notierung der Mitarbeiteraktien am Sekundärmarkt.

Kleiner Perkins hebt Twitter-Wert auf 3,7 Milliarden Dollar

Kurz vor Jahresende stellt der renommierte Venture Capitalist Kleiner Perkins, der einst auch Google oder Amazon in der frühen Unternehmensphase unterstützte, dem 140-Zeichen-Dienst nun einen üppigen Scheck aus. Gesamtwert: 200 Millionen Dollar – und zwar zu einer Bewertung von 3,7 Milliarden Dollar. Twitter hat damit insgesamt über Finanzierungsrunden liquide Mittel in Höhe 360 Millionen Dollar eingespielt.    Gleichzeitig ziehen Ex-DoubleClick-CEO David Rosenblatt und Flipboard-CEO Mike McCue mit in den Aufsichtsrat.

So weit, so rosig. Denn die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Übernahme ist damit kleiner geworden. "Google muss Twitter sofort kaufen", hatte etwa Alley Insider-Gründer Henry Blodget noch vor Monatsfrist erklärt und vorgerechnet, dass dafür ein Vielfaches des seinerzeitigen Preises nötig sein werde – "wahrscheinlich 5 Milliarden Dollar".

Rasante Bewertungssteigerung: Doppelt so teuer die NYT

Das war allerdings im frühen November. Nun jedoch könnte eine erheblich größere Summe fällig werden: „Angenommen der neue Investor Kleiner Perkins will seinen Anteil zumindest verdoppeln, würde Twitter Google nun wohl schon 8 Millionen kosten“, rechnet der „Alley Insider“ vor. 

Bereits auf Basis der heutigen Bewertung von 3,7 Milliarden Dollar wäre Twitter damit inzwischen doppelt so wertvoll wie das US-Traditionsverlagshaus New York Times. Doch die rasante Bewertungsexplosion hat auch Nachteile: Aktienoptionen, mit denen künftige Mitarbeiter gehalten werden sollen, verteuern sich unangenehm mit und sind damit kaum mehr eine Wechsel-Argument – es sei, man geht bald von einer zweistelligen Bewertung aus…  

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