Stayfriends & VZs auf dem Weg nach unten

Für die Mehrheit der ausgewerteten Websites ging es in den neuen internet facts 2010-III der AGOF wieder einmal nach oben - ihre Reichweiten stiegen. Doch zwischen den Gewinnern finden sich auch einige Verlierer. Auf den vorderen Plätzen des Rankings sind das u.a. Stayfriends und die VZ-Netzwerke. Vor allem für Stayfriends geht es nach unten: fast 1 Mio. Unique User gingen zwischen dem zweiten und dem dritten Quartal verloren - ein Minus von 14,8%.

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Stayfriends liegt damit inzwischen sogar unter den Vorjahreszahlen, obwohl es in der Zwischenzeit die umstrittene Umstellung in der AGOF-Berechnungsmethode gab, von der fast alle Websites sehr profitierten. Im Vergleich zu den ersten internet facts nach der Umstellung – der Ausgabe I/2010 – hat Stayfriends sage und schreibe 2,41 Mio. Nutzer verloren – ein heftiger Trend. Die VZ-Netzwerke sind unterdessen der größte Verlierer in der Top Ten der AGOF-Angebote. Von 13,65 Mio. auf 13,07 Mio. Unique User verschlechterte sich das Trio aus StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ – ein Minus von 4,2%. Auch andere soziale Netzwerke gehören diesmal zu den Verlierern: wer-kennt-wen büßte 2,1% der Nutzer ein, MySpace verlor 5,5% und die Lokalisten landeten 9,3% unter dem Vorquartals-Ergebnis. Der Hauptgrund dürfte in allen Fällen den gleichen Namen haben: Facebook. Der US-Gigant, der kein AGOF-Mitglied ist, beißt sich nach und nach große Stücke aus den Nutzerzahlen der Konkurrenz heraus.

An der Spitze des AGOF-Rankings bleibt unterdessen alles beim Alten: Die vielen T-Online-Websites legten leicht zu und führen mit insgesamt 26,46 Mio. Unique Usern vor der größten Einzel-Website eBay.de, die sich um 3,6% auf 23,34 Mio. Nutzer verbesserte. Auf Platz 3 bis 5 folgen die Allzweck-Portale Web.de, Yahoo und MSN. Größte Gewinner auf den ersten 25 Plätzen sind wetter.com und News.de – die letztgenannte Website nicht etwa wegen eines boomenden Nachrichtenangebotes, sondern wegen eines Shopping-Beibootes.

Zu den größten prozentualen Verlierern auf den Rängen 26 bis 50 gehört neben StayFriends auch stern.de. Um 11,4% ist das Hamburger Angebot unter die Zahlen aus dem zweiten Quartal gerutscht, 570.000 Unique User gingen verloren. Eine gesonderte Analyse zum AGOF-Geschehen im Markt der Nachrichten-Websites lesen Sie an dieser Stelle. Deutlich zulegen konnten in dieser zweiten Hälfte unseres Top-50-Rankings hingegen HolidayCheck (+33,3%) und Qype.com (+34,8%), das sich damit sehr gut von den Verlusten im Vorquartal erholt hat.

Das Ranking der größten Verlierer wird vom bereits erwähnten Stayfriends angeführt. Kein Konkurrent hat so viele Nutzer im Vergleich zum zweiten Quartal verloren. Auf den Rängen 2 bis 5 folgen weltfussball.de, ProSieben.de, Blog.de und Zylom.de.

Die Gewinner-Liste wird unterdessen von einem erstaunlichen Trio angeführt: webmail.de, News.de und Preisvergleich.de gehören nämlich allesamt zum Leipziger Unternehmen Unister. Die Gründe für den Boom der drei Websites dürften aus einem Mix von Suchmaschinenoptimierung und starken Investitionen in Suchmaschinenmarketing zu finden sein. Komplettiert wird die Aufsteiger-Top-5 durch wetter.com und HolidayCheck.

Bei den Neulingen gibt es diesmal immerhin zwei Kontrahenten, die bei ihrem AGOF-Debüt über die Mio.-Marke gesprungen sind: Fluggesellschaft Ryanair mit 1,13 Mio. Unique Usern und das vertikale Netzwerk Entertainweb mit 1,00 Mio. Auf den weiteren Plätzen folgen die finanzhorizonte, Check24 und sport.de, dessen Zahlen RTL bei der AGOF nun gesondert und nicht mehr als Teil von RTL.de ausweist.

Hinweis: Eine gesonderte Analyse zum AGOF-Geschehen in der Branche der Nachrichten-Websites lesen Sie an dieser Stelle.

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