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Burda übernimmt Videoportal Sevenload

Burda investiert doch weiter ins Web: Die zur Burda Digital gehörende DLD Ventures hat zum 17. Dezember die Mehrheit an der Videoplattform Sevenload übernommen. Die Verlagstochter kaufte die Anteile dem T-Online Venture Funds ab. Für die Münchner ist der Deal vor allem eine Investition in die Zukunft. Denn wie Verleger Hubert Burda bereits auf den VDZ-Zeitschriftentagen verriet, rechnet er bereits für 2011 mit einem Boom bei der Web-TV-Werbung.

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Die kartellseitige Zustimmung für die Anteilsübertragung steht noch aus. Im Zuge dessen verändern sich die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat: Andreas Heyden übernimmt die alleinige Geschäftsführung von Axel Schmiegelow, der in den Aufsichtsrat wechselt. Außerdem tritt Jörg Lübcke, Geschäftsführer Burda Digital, neben Marcel Reichart in den Aufsichtsrat.
DLD Ventures stattet Sevenload nach eigenen Angaben weiterhin mit Wachstumskapital aus, um den Ausbau der Contentrechte, des Vermarktungs- und Distributionsnetzwerks sowie der Produkt- und Technologieplattform zu finanzieren.
Andreas Heyden, Geschäftsführer von Sevenload, sagt zur Übernahme: "Wir danken Axel Schmiegelow für seinen Einsatz und Erfolge in den letzten vier Jahren. Ich freue mich zusammen mit meinen Kollegen im Management, unserem exzellenten Team und der Unterstützung unserer Gesellschafter gestärkt in das neue Geschäftsjahr zu gehen."
Axel Schmiegelow, designiertes Mitglied im Aufsichtsrat von Sevenload: "In dieser neuen Konstellation wird sevenload die großen Chancen von Premium Online Video und Social Video wahrnehmen. Ich freue mich über das neue Management Team von Andreas Heyden, Jodok Batlogg und Brian Cook, die gemeinsam den weiteren Ausbau vorantreiben werden."
Gegründet wurde die Plattform von Axel Schmiegelow und Ibrahim Evsan als deutsche YouTube-Alternative. Gegen die US-Plattform hatten die Kölner allerdings nie eine echte Chance. So erreichte Sevenload im November laut Googles Ad-Planner-Tool 690.000 Unique Visitors in Deutschland. Den besten Wert verzeichnete die Plattform Anfang 2009 mit 1,2 Millionen einzelnen Besuchern. YouTube zum Vergleich kam alleine hierzulande auf 24 Millionen.
Im Vergleich zur deutschen Konkurrenz von MyVideo.de (4,2 Millionen Unique Visitors) und Clipfisch (1,3 Millionen) litten Evsan und Schmiegelow immer unter der Tatsache, dass kein großer TV-Konzern hinter ihnen stand.

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